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Rechnungshof: Lob für ÖBB

27.09.12 (Österreich) Autor:Stefan Hennigfeld

Der österreichische Rechnungshof lobt die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) für die Beseitigung der Langsamfahrstellen im Eisenbahnnetz. Sämtliche Empfehlungen, die im Jahr 2010 im Rahmen eines Sonderberichts zu den ÖBB-Langsamfahrstellen ausgesprochen worden sind, sind ganz oder teilweise umgesetzt worden. Die Anzahl der anlagebedingten Langsamfahrstellen reduzierte sich um 52,5% auf 152, die Gesamtlänge ging um 64,4% auf 136 Kilometer zurück.

Damit ist Andreas Matthä, Vorstandssprecher der ÖBB Infrastruktur AG, sehr zufrieden: „Um dieses Ziel erreichen zu können, hat die ÖBB Infrastruktur AG die Prozessabläufe in der Instandhaltung gestrafft, Entscheidungsprozesse verkürzt und das Anlagenmanagement durch ein proaktives Life Cycle Management optimiert.“ Auch vorbeugende Maßnahmen, wie etwa die Erkundung des Gleisunterbaus mittels Georadar und der Einbau verschleißmindernder Bauteile wie gehärteten Schienen und besohlten Schwellen wurden umgesetzt.

Im Rahmen des Konzeptes Zielnetz 2025 Plus investiert der Bund jährlich zwei Milliarden Euro in den Ausbau und die Modernisierung von Schienen und Bahnhöfen – ein Rekordwert in der Geschichte der österreichischen Eisenbahn. Damit sind die Investitionen in die Schiene doppelt so hoch wie die in die Straße. 56 Prozent der Mittel fließen ins Bestandsnetz, bis 2014 sollen alle fahrplanrelevanten Langsamfahrstellen entfernt worden sein. Dazu kommen hundert Bahnhofsmodernisierungen.

Parallel dazu werden auch Triebfahrzeugführer besser ausgebildet. Die ÖBB Produktion GmbH führt seit Anfang 2011 Schulungen für infrastrukturschonende und energiesparende Fahrweise durch – bereits im ersten Jahr der Maßnahme konnten dadurch über sechs Millionen Euro an Energiekosten gespart werden. Eine sanfte Fahrweise, ohne starke Beschleunigungs- und Bremsvorgänge, spart Geld und Ressourcen.

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