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Kooperation zwischen Google und Deutscher Bahn

18.09.12 (Allgemein) Autor:Niklas Luerßen

Der Dienst „Google Transit“ startet in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen Google und Deutscher Bahn (DB). Dabei bietet dieser Dienst Zugverbindungen der DB in Google Maps an und vervollständigt die Funktionalität des Routenplaners.

Damit erhalten Nutzer bei der Suche zusätzlich zum derzeitigen Angebot für Routen für Autofahrer und Fußgänger in Zukunft auch Verbindungsempfehlungen im Nah- und Fernverkehr der DB. Als Suchbasis dient dabei der Abfahrts- und Zielort, der bei der Route angegeben wird. Standardmäßig werden die zeitnächsten Verbindungen vorgeschlagen, wobei man auch Datum und Uhrzeit anpassen kann. Auch über einen angebotenen direkten Link wird die Möglichkeit des Ticketkaufs angeboten, ohne dass man die Reise nochmal separat auf bahn.de suchen muss. Auch aktuelle Verkehrsinformationen der Verbindung werden angegeben.

Ulrich Homburg, Vorstand von Personenverkehr DB, begrüßt die Zusammenarbeit mit Google. „Die Kooperation mit Google ist eine weitere wichtige Ergänzung unserer Serviceleistungen. Jetzt findet der Reisende die Bahn genau dort, wo er übergreifend Informationen für seine Reiseplanung sucht. Zudem wird die Vergleichbarkeit mit anderen Reisemöglichkeiten und Fahrtzeiten durch Google Transit für den Nutzer noch besser“.

Rafael Leiteritz, Produktmanager von Google: „Wir freuen uns sehr, dass wir Google Transit nun auch in Deutschland anbieten können und dadurch Google Maps noch attraktiver machen. Unsere Routenplanung wird durch die DB-Verbindungen hervorragend ergänzt und unsere Nutzer erhalten nun alle Zugverbindungen der Deutschen Bahn direkt in Google Maps integriert.“

Google Transit ist derzeit in mehr als 500 Städten weltweit verfügbar. Seit heute kann der Service auch in Deutschland genutzt werden.

7 Responses

  1. hy, und wie sieht es mit dem Datenschutz aus ?

    also was speichert Google, und wo (Server in Deutschland, USA) ?


  2. Bahnfreund
    18.09.12 um 13:27

    Eeeendlich. Lange habe ich mich darüber geärgert, dass die Funktion der Google-Maps (App) bisher in Deutschland nicht funktioniert hat. Bei meinem USA Urlaub hatte ich die Möglichkeit, die Funktion auszuprobieren und war überrascht, wie unkompliziert das funktioniert!

  3. Da die Bahn in der oeffentlichen Wahrnehmung an allem Schuld traegt, auch wenn sie es nicht verantworten kann, ist doch logisch, dass die Bahn nicht irgendwelchen Skriptkiddies die Daten zur Verfuegung stellt. Die basteln dann irgend einen Murx und die Bahn ist dann schuld, dass die gewuenschte Verbindung in der Realitaet so nicht funktioniert. Nee danke, auch im Interesse der Kunden.

    Dass die Dritt-EVU und der Non-Bahn-OePNV nicht auftauchen, liegt daran, dass die Vertraege mit der DB das nicht hergeben. Die DB darf die Daten nicht weitergeben.

  4. @QQ: Mit dem Argument der „Schuldzuschiebung“ dürfte man dann generell keine offenen Schnittstellen mehr betreiben. Ich halte das für einen Vorwand. Die Bahn möchte wohl eher verhindern, dass auf Basis von offen zugänglichen Daten möglicherweise auf einfache Weise gezielt Schwachpunkte aufgedeckt werden, z.B. Verspätungsherde.

  5. @QQ
    Wieso bietet die Bahn denn keine API an, wo man als Entwickler sich einen Key zur Anmeldung bei der bahn besorgt, dafür den AGB natürlich zustimmen muss. In den AGB selber steht dann drin, dass explizit drauf hingewiesen werden muss, dass es sich um kein offizielles Bahn-Projekt handelt.
    Wo ein Wille da ein Weg, bei der Bahn in diesem Fall wohl nicht.

  6. Weil die Bahn dann trotzdem „schuld“ ist. Die Bahn ist immer schuld. Erleb ich hier tagtaeglich in Frankfurt, wenn die VGF-U-Bahnen mal wieder unpuenktlich sind: Die DB ist schuld. Obwohl sie damit nu ueberhaupt gar nichts, nicht im geringsten am Hut hat.

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