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Google Transit demnächst auch mit MVG-Verkehrsmitteln

19.09.12 (München) Autor:Niklas Luerßen

Nachdem Google Transit mit großem Medieninteresse gestartet ist (Kooperation mit der Deutschen Bahn), will die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) U-Bahnen, Busse und Trambahnen in die Routenplanung mit aufnehmen lassen. Die entsprechenden Daten wurden bereits an Google geliefert und von diesen gerade ins System eingepflegt, zum nächsten Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2012 geht der Service dann nach Möglichkeit online.

Das Prinzip funktioniert dabei wie bei der bisherigen „konventionellen“ Routenplanung per Auto oder Fußweg: Nach Eingabe des Abfahrts- und Zielortes gibt es eine Verbindungsempfehlung, die Google Transit auf Basis dieser Eingaben ermittelt. Alle verfügbaren Verbindungen mit Liniennummer(n), Haltestellen und fahrplanmäßige Reisezeit werden angezeigt.

Dazu MVG-Chef Herbert König: „Mit dem neuen Service schließen wir als eines der ersten Nahverkehrsunternehmen eine Lücke bei der Routenplanung via Google im Internet. Bisher waren bei Google Maps Routenvorschläge für Autofahrer und Fußgänger abrufbar, seit gestern sind zudem die Fahrplandaten der Deutschen Bahn AG inkl. S-Bahn hinterlegt. Wenn in wenigen Wochen die MVG-Daten dazukommen, ist München als eine der ersten deutschen Städte komplett. Die Routenplanung für öffentliche Verkehrsmittel mit Google Transit kann dann in München in vollem Umfang genutzt werden. Wir bieten unseren Kunden in Kooperation mit Google damit eine weitere Möglichkeit, sich einen guten Überblick über die Bahn- und Busverbindungen zu verschaffen. Zudem machen wir unser engmaschiges ÖPNV-Angebot auch bei potenziellen Neukunden bekannt und bieten diesen damit einen weiteren Anreiz, den Pkw stehen zu lassen. Dass sich der Nahverkehr bei Verbindungen in München locker mit dem Auto messen kann, ist dann ja nur mit einem Mausklick feststellbar. Natürlich ist in dem Projekt auch noch Zukunftsmusik: In weiteren Schritten soll künftig zum Beispiel auch ‚MVG live‘ mit Google Transit verknüpft werden, um schnell und einfach Echtzeitdaten abrufen zu können. Zunächst konzentrieren wir uns aber auf einen Start mit den Fahrplandaten, vsl. zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember.“

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