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Wuppertal: WSW mit Leistungskürzungen

28.08.12 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) werden gemeinsam mit ihrem Aufgabenträger der Stadt Wuppertal das Leistungsangebot im ÖPNV verschlechtern. Davon nicht betroffen ist die Schwebebahn. Insgesamt sollen die Kürzungen aber so behutsam ablaufen, dass weniger als fünf Prozent der Kunden davon betroffen sind. Zu diesem Zweck müssen dreißig Arbeitsplätze im Fahrdienst abgebaut werden. Auf Kündigungen will man allerdings verzichten.

Rund 90 Millionen Fahrgastfahrten kommen auf etwa 15 Millionen Fahrzeugkilometer. Rund tausend Fahrerinnen und Fahrer sind fast rund um die Uhr für die Kunden im Einsatz. Angesichts der demographischen Entwicklung und der gesunkenen Finanzmittel kommt man jetzt aber nicht mehr umhin, weniger zu fahren als bislang.

Zum einen liegt das an der unsicherer Situation der Querverbundmittel aus der Energiesparte der Stadtwerke. Die Ertragssituation dort verschlechtert sich weiter. Auch die Investitionskosten für die Erneuerung der Schwebebahn schlägt durch: Weil die Stadtwerke einen nicht geringen Teil selbst finanzieren und bilanzieren mussten, belasten Abschreibungen und Kreditkosten das Ergebnis. Dadurch stehen weniger Gelder für die Betriebsbestellung zur Verfügung.

Es gibt aber auch eine gute Seite: Die Anbindung an die Bergische Universität wird verbessert. Wuppertal als Pendler-Uni wird besser mit dem Hauptbahnhof vernetzt. Auch der Hauptcampus Grifflenberg und der Campus Freudenberg werden besser aneinander angebunden. Man rechnen wegen des Wegfalls der Wehrpflicht und der doppelten Abiturjahrgänge sowie der Abschaffung der Studiengebühren mit rasant steigenden Studierendenzahlen.

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