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Vogtlandbahn stellt ihr Konzept zur Errichtung von zusätzlichen Haltepunkten im Vogtland vor

16.08.12 (Sachsen) Autor:Niklas Luerßen

Am 14. August 2012 hat die Vogtlandbahn ihr Konzept zur Errichtung von zusätzlichen Haltepunkten im Vogtland dem ZVV und der DB Station & Service AG vorgestellt. Hier sehen alle Beteiligten eine große Chance zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs in ihrem Raum, da dadurch Zugangsbarrieren abgebaut werden. „Als Mobilitätsdienstleister haben wir die Aufgabe die Vogtlandbahn zu unseren Kunden zu bringen“, so Hartmut Schnorr, Geschäftsleiter der Vogtlandbahn.

In enger Zusammenarbeit mit dem ZVV und der TU Dresden wurde ein Konzept zur Errichtung von zusätzlichen Bahnsteigen, die möglichst kostengünstig in Form von „Kurzbahnsteigen“ umgesetzt werden können, vorgestellt. Es handelt sich überwiegend um zusätzliche Haltepunkte an Gewerbegebieten und im Bereich der Verkehrshauptachsen Plauen – Bad Brambach bzw. Zwickau – Falkenstein.
Zum Abschluss des Gesprächs wurde vereinbart, dass das vorgestellte Konzept durch die Aufgabenträger und die beteiligten Partner bewertet wird. Ergebnisse dazu werden in den nächsten Monaten erwartet.
Für die Nutzung der Kurzbahnsteige bringt die Vogtlandbahn die besten Voraussetzungen mit: „Die neuen Fahrzeuge vom Typ Regio-Shuttle und auch die bereits heute eingesetzten Regio-Sprinter sind auf Grund der Fahrzeuglänge hervorragend für das Halten an Kurzbahnsteigen geeignet“, so Hartmut Schnorr.

Die Errichtung von Kurzbahnsteige ist nicht der einzige Weg zur Gewinnung von neuen Fahrgästen, sondern nur ein Teil des Gesamtkonzepts. Ab Dezember 2012 kommen neue Vogtlandbahn-Züge zum Einsatz und das Fahrgastinformationssystem wird verbessert: Vor Antritt der Reise kann sich der Fahrgast bereits online auf der Homepage der Vogtlandbahn über die Pünktlichkeit seines Zuges informieren und während der Fahrt bekommt er automatisch vor den Knotenbahnhöfen Informationen zu weiteren Reisemöglichkeiten und Anschlüssen. Der Fahrscheinerwerb wird vereinfacht: auf den Fahrzeugen befinden sich moderne, bedienungsfreundliche Fahrscheinautomaten: Am wichtigsten bleibt für die Vogtlandbahn der persönliche Kontakt zu seinen Kunden als „Mobilitätsdienstleister in der Region“.

Ein Kommentar


  1. Hans Dampf
    17.08.12 um 15:07

    Das sind die Konzepte von morgen: Immer mehr Neues bauen bei immer geringerer Nachfrage. Womit genau moechte man die Fahrgaester locken? Mit gestreckten Fahrzeiten oder aufgrund sinkender Zuschuesse ausgeduennten Fahrplaenen?

    Zumindest in Hinblick auf die Bahnsteige scheint man clever zu sein, orientieren sich die Stationspreise der DB Netz nicht an deren Laenge?

    Trotzdem sehe generell keine rosige Zukunft fuer den SPNV im Vogtlandnetz (sowie den meisten Nebenbahnnetzen in sich langsam entvoelkernden Landstrichen). Mal sehen wie lang man sich den Luxus reichlich frischer Luft im Triebwagen noch goennt.

    In diesem Sinne sollte eher die Devise gelten, Geld im investivem Bereich zu sparen und in den Betrieb zu stecken. Aber dafuer gibts eben keinen Sektempfang.

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