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NVBW zieht Direktvergabe an DB Regio zurück

31.08.12 (Baden-Württemberg) Autor:Sven Steinke

Im europäischen Amtsblatt hat die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) die Annullierung einer Direktvergabe an DB Regio bekannt gegeben. Die Direktvergabe sollte den Weiterbetrieb mehrerer Nahverkehrslinien mit einem Volumen von rund 3,3 Millionen Zugkilometern pro Jahr nach Auslaufen des großen Verkehrsvertrages im Jahr 2016 bis zur Fertigstellung des neuen Tiefbahnhofs Stuttgart 21 sicherstellen.

Das Paket enthielt die Nahverkehrsleistungen von Stuttgart nach Nürnberg, Singen und Freudenstadt. Die damals noch CDU-geführte Landesregierung hatte die Direktvergabe im April 2010 veröffentlicht, damit DB Regio die Linien bis Dezember 2019, dem ursprünglichen Fertigstellungstermin von Stuttgart 21, weiterbetreiben kann. Durch den Regierungswechsel und den bereits bekannten Verzögerungen bei der Fertigstellung des neuen Tiefbahnhofs ist die Vergabeankündigung hinfällig geworden.

Die NVBW erarbeitet derzeit ein neues Vergabekonzept, mit dem die Nahverkehrsleistungen ab 2016, mit Auslaufen des großen Verkehrsvertrages schrittweise in den Wettbewerb überführt werden sollen. Bereits im Juli schrieb diese einen Beratungsauftrag aus, um wichtige Fragen bezüglich der Konzeption von Ausschreibungsnetzen und eines Übergangsvertrages mit DB Regio zu klären. Dort heißt es auch, dass mit dem Auslaufen des großen Verkehrsvertrages im September 2016 ein Leistungsvolumen von 40 Millionen Zugkilometern pro Jahr vergeben werden muss und dies per Ausschreibung nicht möglich ist.

Ein Kommentar

  1. Auch die Strecke Stuttgart – Bietigheim – Karlsruhe/Heidelberg ist betroffen.

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