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EVG will Aufklärung zu Aktionsplan Deutschland – außerordentliche Aufsichtsratssitzung

29.08.12 (Allgemein) Autor:Niklas Luerßen

Der Aufsichtsrat der DB Schenker Rail kommt heute zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Vertreter der EVG hatten die Zusammenkunft beantragt. Hintergrund ist die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Die Gewerkschaft befürchtet, dass bisherige Maßnahmen des Managements für Wachstum nicht ausreichen.

Der Aufsichtsrat der DB Schenker Rail Deutschland AG kommt heute zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Die Zusammenkunft des Gremiums hatten Vertreter der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verlangt. Hintergrund ist die wirtschaftliche Situation der Schienengütersparte der DB. Offenkundig gehen trotz rigider Spar- und unterschiedlicher struktureller Maßnahmen weitere Verkehre verloren. „Der von der Unternehmensführung vorgelegte Aktionsplan Deutschland ist offenkundig ungeeignet, um die wachsende Nachfrage im Schienengüterverkehr zu befriedigen“, kritisierte EVG-Vorstand Martin Burkert. Offenbar gebe es keinen ausreichenden strategischen Ansatz, um das Geschäft nicht nur zu stabilisieren, sondern auch auf Wachstum zu trimmen. Stattdessen sei man wohl bereit, weitere Verkehre aufzugeben. Dies betreffe unter anderem die Holz- und die Baustellenlogistik. „Schenker Rail demontiert sich zurzeit selbst, das kann nicht sein“, betonte Burkert.

Er warnte davor, den bestehenden wirtschaftlichen Druck auf die Beschäftigen zu übertragen. „An allen Management-Entscheidungen hängen Arbeitsplätze, es geht hier um Menschen und deren Angehörige“. Es sei zu befürchten, dass der Druck auf die Jobs steigen wird. „Wir brauchen ein schlüssiges Gesamtkonzept für den Schienengüterverkehr. Ziel muss es sein, die Lage endlich zu stabilisieren und das Unternehmen auf Wachstumskurs zu bringen“, verlangte Burkert.

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