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DB Arriva nimmt weiteren Personenverkehr in Schweden auf

21.08.12 (Europa) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Auslandsexpansionstochter der Deutschen Bahn, Arriva, hat am gestrigen Montag (20. August) weitere Verkehrsleistungen in der schwedischen Hauptstadt Stockholm aufgenommen. Das Franchise mit dem Namen E 20 umfasst ein komplexes Netz als Schienen- und Busverkehrsleistungen. Es ist der größte verkehrsträgerübergreifende Auftrag in der schwedischen Geschichte. DB Arriva konnte sich in einer EU-weiten Ausschreibung durchsetzen.

Ulrich Homburg, Personenverkehrsvorstand der Deutschen Bahn, ist sichtlich zufrieden: „Der Start der ersten Betriebsphase stellt einen Meilenstein unserer internationalen Nahverkehrsaktivitäten dar. DB Arriva wird ein hoch integriertes System betreiben, das die einzelnen Verkehrsträger eng aufeinander abstimmt und die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs für die Fahrgäste weiter steigern soll. Dabei profitieren wir von unserem breiten nationalen und internationalen Engagement und greifen auf jahrzehntelange Erfahrungen in unterschiedlichen europäischen Märkten zurück.“

Der Verkehrsvertrag besteht aus zwei Stufen: Seit gestern betreibt DB Arriva mehrere Straßen- und Stadtbahnlinien sowie 250 Busse. Die zweite Phase startet im Januar 2013. Dann werden über zweitausend Mitarbeiter insgesamt rund 480 Busse und 180 kommunale Schienenfahrzeuge betreiben. Das Kundenaufkommen beläuft sich auf rund 94 Millionen Fahrgastfahrten im Jahr.

Für den Vertrag hat DB Arriva 77 neue Niederflurbusse vom Typ Citea XLE des niederländischen Hersteller VDL angeschafft. Weitere 85 Fahrzeuge werden aus den Niederlanden nach Schweden überstellt und durchlaufen ein aufwendiges Modernisierungsprogramm. Arriva ist bereits seit 1999 im schwedischen Busmarkt vertreten und stieg 2007 ins Eisenbahngeschäft des Landes ein. Seit 2010 gehört der vormals britische Verkehrskonzern zur Deutschen Bahn.

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