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Wieder Lokbespannte Züge auf dem RSX

30.07.12 (NVR, NWL, Rheinland-Pfalz) Autor:Jürgen Eikelberg

Wie ein Bahnsprecher gegenüber dem Eisenbahnjournal Zughalt.de erklärte, hat sich an einigen Zügen der Baureihe ET 442 (E-Talent) ein zusätzlicher Instandhaltungsbedarf an den Türbereichen ergeben. Daher hat sich die DB Regio vorbeugend dazu entschieden, diese Fahrzeuge vorübergehend nicht im Fahrgastbetrieb einzusetzen.

Auf der Linie RE 9 (Aachen – Köln – Siegen) werden ersatzweise ausschließlich wieder die aus der Vergangenheit bekannten lokbespannten Züge mit Doppelstockwagen eingesetzt. Der Hersteller der Talentfahrzeuge, Bombardier Transportation, arbeite mit Hochdruck daran, die betroffenen Fahrzeuge so schnell wie möglich wieder einsatzfähig zu machen, so der Bahnsprecher . Einen Termin nannte er nicht.

Ein Sprecher der DB Regio Bayern erklärte auf Anfrage, das die ET 442 bei der S-Bahn Nürnberg weiterhin im Einsatz blieben.

Bild: Jürgen Eikelberg

7 Responses


  1. Edmund Lauterbach
    30.07.12 um 18:52

    Was heißt „Wieder Lokbespannte Züge“? Das suggeriert, das bisher keine Doppelstock-Garnituren mehr unterwegs waren. Sind dann irgendwann mal alle Fahrten mit Talenten durchgeführt worden?


  2. Bahnfahrer
    30.07.12 um 19:08

    Wie war das früher bei der alten, so häufig gescholtenen Deutschen Bundesbahn? Man hat Vorserienfahrzeuge beschafft, deren Kinderkrankheiten man vor der Beschaffung der Serienfahrzeuge beseititgt hat.
    Heute hat man als Fahrgast das Gefühl, die Produkte reifen beim Kunden (Bananen).
    Vielleicht sollte man dieses Prinzip wieder einführen……


  3. Bahnfreund
    30.07.12 um 21:25

    Zu teuer und dauert zu lange bis dahin ist so ein Verkehrsvertrag schon ausgelaufen bzw. gibt es schon Nachfolgemodelle …

  4. Gewinner der Talent-Pleite sind die Fahrgäste, denn die von den Verkehrsverbünden hochgelobten Triebwagen sind äußerst unbequem und bieten deutlich weniger Sitzplätze als die bisherigen Züge.

  5. Man braucht ja nicht die alten Zeiten herbei zu beschwören, nur damit es wieder besser läuft.
    Wir erleben gerade die Folgen des Umstiegs von
    „Jede Staatsbahn bekommt ihre eigenen Züge“ zu „Jeder Hersteller hat ein Standardangebot, was die Bahnen bestellen können.“
    Dazu kommt noch ein bisschen freie Marktwirtschaft, die es dank Konsortien früher nie kam, und die Hersteller haben mit ungeahnten Problemen zu kämpfen.
    Aber die damit verbundenen Probleme sind technisch/planerisch lösbar, wenn denn der Wille da ist.

  6. Das ist durchaus eine gute Nachricht. Vor allem zwischen Köln und Aachen bieten die „alten“ Doppelstockzüge eine angemessene Sitzplatzanzahl. In den letzten Wochen spielten sich ja schon dramatische Einstiegsszenen auf dem Kölner Hbf ab. Der ruhige Lauf der Doppelstockzüge ist im Vergleich zu dem Talent-Gerüttel auch wirklich sehr sehr angenehm. Da hatten die Konstrukteure wohl an der Federung etwas zu viel gespart.

  7. Das „alte“ System, von wegen Vorserie und so kann heute aus drei einfachen Gründen nicht mehr funktionieren. Zum einen sind die Vorlaufzeiten zwischen Ausschreibung und Inbetriebnahme gar nciht mehr lang genug, dann hat jeder Besteller und jedes Eisenbahnunternehmen seine eigenen Wünsche und Vorstellungen und zu guter Letzt kommt dann auch noch das Eisenbahnbehinderungsamt mit der mittlerweile üblichen Vollkaskomentalität zum Einsatz. Wenn für Straßenfahrzeuge die gleichen Bedingungen herrschen würden, wie für Eisenbahnen dann gäbe es seit 1994 keine neuen Autos mehr! Und dabei muss man bedenken, das in Straßenverkehr noch mehr Idioten unterwegs sind, als in den Zügen. Noch vor gut 30 Jahren war jedem klar, das es eine blöde Idee ist, die Türen vor der Fahrt zu öffnen und wenn die Türen zu waren und der Zug bereits angerollt ist, dann hatte man halt Pech! Heute muss jede Tür bei einem Zug fünfach gegen jedes mögliche blöde Verhalten abgesichert sein und trotzdem trotzdem versuchen es mehr als genug Evolutionsfehlgriffe trotzdem noch mit Gewalt bei eine anfahrenden Zug die Türen irgendwie aufzubekommen.

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