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Üstra Hannover: Betriebshof Vahrenwald von Grund auf erneuert

26.07.12 (Niedersachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Üstra Hannover hat in dieser Woche nach 15 Monaten Bauzeit ihren ältesten Busbetriebshof in Vahrenwald wieder in Betrieb genommen. Mit finanzieller Unterstützung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) wurden hier rund sechs Millionen Euro investiert. Das Gebäude wurde energetisch saniert und an die Corporate Identity der Üstra angepasst.

Die 78 Busse müssen nicht mehr an öffentlichen Tankstellen betankt werden, sondern in der anliegenden Werkstatt gibt es auch eine Dieseltankstelle mit zwei Tankspuren. Betriebsflüssigkeiten können tropffrei verwendet werden. Üstra-Betriebsleiter Michael Presse: „Wir haben auch für den optimalen Schutz des Grundwassers im Bereich der Tankstelle eine flüssigkeitsdichte Wanne eingebaut. Für den Brandschutz wurde die komplette Technik inklusive Brandmeldeanlage erneuert.“

Unterhalb der Betriebshofes wurden bei Bodenuntersuchungen Mineralöl-Altlasten festgestellt, die durch ein biologisches Verfahren abgebaut werden. Mikroben sollen durch gezielte Sauerstoffzufuhr angeregt werden, die Mineralölreste aufzufressen. Durch dieses Verfahren konnte ein Komplettabriss der Anlage verhindert werden. Experten vom Büro für integriertes Flächenmanagement gehen davon aus, dass die Schadstoffe bis Mai 2013 komplett abgetragen sein werden.

Die frühere Stadtbahnwerkstatt wird nicht mehr benötigt. Das Gelände steht deshalb zum Verkauf. Im Jahr 2009 eröffnete man gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover ein EU-weites Bieterverfahren, allerdings hat bislang noch niemand die Mindestsumme geboten. Ein Interessent möchte jedoch auf dem vorderen Teil ein Bürohaus errichten. Üstra und Landeshauptstadt wollen auf dem hinteren Teil eine Wohnsiedlung errichten. Für den geforderten Schallschutz ist das Bürohaus erforderlich, so dass sich hier neue Synergieeffekte bilden.

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