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Regiobahn: Videoüberwachung wird digitalisiert

05.07.12 (VRR) Autor:Jürgen Eikelberg

Am 4. Juli 2012 hat Martin Husmann, Vorstandssprecher beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), einen Zuwendungsbescheid zum Einbau einer modernen Videoausstattung bei der Regiobahn in Höhe von rund 125.000 Euro unterzeichnet. Um die Sicherheit der Fahrgäste und des Zugpersonals weiter zu verbessern, wird eine moderne Videoanlage in den Fahrzeugen der S28 installiert. Antragsteller für diese Förderung ist die Regiobahn Fahrbetriebsgesellschaft mbH. Das Gesamtvolumen der Maßnahme beträgt 154.500 Euro und wird mit einer Quote von 85 Prozent gefördert. Bislang war eine analoge Videoüberwachung in den Fahrzeugen installiert.

„Solche Systeme haben eine abschreckende Wirkung auf potentielle Randalierer, die möglicherweise Kunden und Personal belästigen und führen zur Reduzierung von Vandalismusschäden,“ erläutert VRR-Vorstandssprecher Martin Husmann bei der Unterzeichnung des Bescheides. Erfahrungen mit ähnlichen Videoanlagen zeigen, dass das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste, insbesondere in den Schwachlastzeiten, gesteigert und die Attraktivität des Nahverkehrs weiter gestärkt wird.

Mit der neuen Digitaltechnik des Videosystems ist es im Notfall auch möglich, Livebilder aus dem Innenraum des Fahrzeugs an die Leitstelle der Regiobahn zu senden. „Ein wirksamer Schutz der Fahrgäste ist uns und den Verkehrsunternehmen ein sehr hohes Anliegen,“ äußert sich Husmann weiter. „Doch durch Technik alleine lässt sich nur bedingt ein gesamtgesellschaftliches Problemfeld lösen.“ Der VRR ist daher neben der Förderung von Sicherheitstechniken auch Mitgründer der muTiger-Stiftung. Diese setzt sich für mehr Zivilcourage und sozialen Mut ein. Unter dem Leitgedanken „Jeder kann helfen, ohne sich und andere in Gefahr zu bringen“ starteten aktuell im Rhein-Ruhr-Raum Schulungskurse zur Unterstützung von mehr Zivilcourage.

Bild: Jürgen Eikelberg

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