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Hochbahn: Multi-modale Verkehrsangebote aus einer Hand

30.07.12 (Hamburg) Autor:Jürgen Eikelberg

Immer mehr Verkehrsunternehmen bieten Ihren Kunden die Möglichkeit einer vernetzten multi-modalen Mobilität. Multi-modale Mobilität bedeutet die Verknüpfung von öffentlichem Personenverkehr und der Nutzung von Car-Sharing und Leihfahrrädern. Vor allem in Ballungsräumen ändern sich die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen. Es kristallisiert sich eine neue Zielgruppe heraus, die flexibel mobil sein will, das jeweils am besten zu den persönlichen Bedürfnissen passende Mobilitätsangebot nutzt und für innovative Mobilitätslösungen aufgeschlossen ist. Nach Düsseldorf und Berlin wird nun in Hamburg eine weitere Kooperation zwischen einem öffentlichen Verkehrsunternehmen und einem Car-Sharing-Anbieter geschlossen.

Bereits in der Bilanzpressekonferenz wurde die Zusammenarbeit zwischen der HOCHBAHN und car2go angekündigt. Mit dabei ist auch die Autovermietung EUROPCAR (Zughalt berichtete). Bei diesem auf zwei Jahre angelegten Pilotprojekt will man die umfassende Verknüpfung ihrer vorhandenen Mobilitätsangebote für einen nahtlosen Verkehr in der Hansestadt zu erproben.

Günter Elste, Vorstandsvorsitzender der HOCHBAHN: „Die Metropolregion Hamburg wird weiter wachsen, der Trend zum urbanen Leben setzt sich fort. Gleichzeitig steigen die Ansprüche der Menschen an die Qualität des innerstädtischen Lebens. Hier setzen wir mit der Verknüpfung von öffentlichem Nahverkehr als Rückgrat innerstädtischer Mobilität und komplementären Mobilitätsangeboten an. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir den Kunden eine optimierte und lückenlose Reisekette für alle Mobilitätszwecke anbieten.“

Das Vorhaben: An ausgewählten Schnellbahnhaltestellen im Hamburger Stadtgebiet wird es so genannte Mobilitätsservicepunkte geben. Diese bieten einen einfachen Zugang zu verschiedensten Mobilitätsdiensten – vom Bus über U- und S-Bahn und Mietwagen bis hin zum Fahrrad oder zum car2go. Die Devise aller beteiligten Partner lautet „Das richtige Angebot im richtigen Moment am richtigen Ort und möglichst aus einer Hand.“ Die Vorteile sind klar: Die vorhandenen Angebote wachsen an den neuen Servicestandorten zusammen und der Kunde gewinnt Zeit. An einem U- und S-Bahn-Knotenpunkt im Hamburger Innenstadtbereich (Berliner Tor) starten die Partner HOCHBAHN, Europcar und car2go einen auf zwei Jahre angelegten Pilotversuch im Frühjahr 2013. Zugang zu diesem völlig neuen integrierten Konzept sollen zunächst die 600.000 Abo-Kunden im Hamburger Verkehrsverbund haben. Die Mobilitätsplanung von unterwegs soll rechtzeitig zum Start über zu entwickelnde Smartphone Apps ermöglicht werden.

Jan-Peter Ellerbrock, Geschäftsführer der Europcar Autovermietung GmbH: „Europcar hat durch seine Partnerschaft mit car2go bereits frühzeitig ein starkes Bündnis für die automobile Mobilität geschaffen. Die erweiterte, zukunftsweisende Kooperation mit der HOCHBAHN ist der nächste logische Schritt in Richtung komplementäre Mobilität. Europcar ergänzt dabei den flexiblen urbanen Individualverkehr von car2go und die Mobilität durch den ÖPNV der HOCHBAHN um Flottenvielfalt und Mobilität für längere Strecken.“

Robert Henrich, Geschäftsführer der car2go GmbH: „Die Vernetzung von car2go mit anderen städtischen Verkehrsmitteln ermöglicht eine sinnvolle Kombination von Bus, Bahn und Auto. Für die meisten unserer mehr als 20.000 Kunden in Hamburg ist diese Verknüpfung bereits gelebter Alltag. Durch die Kooperation mit der HOCHBAHN erleichtern wir den Übergang zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln und machen die multi-modale Nutzung verschiedener Angebote in Hamburg so einfach wie möglich.“

Bild: HOCHBAHN

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