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HKX: Pro Bahn NRW fordert Beibehaltung veralteter Züge

25.07.12 (Fernverkehr) Autor:Stefan Hennigfeld

In dieser Woche ging erstmals der private Hamburg-Köln-Express an den Start, der dreimal am Tag vom Rhein an die Waterkant fährt. Zum Einsatz kommen zunächst veraltete Züge aus den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Diese sind nicht barrierefrei und im Sommer nicht klimatisiert. Pro Bahn NRW fordert dennoch, dieses Rollmaterial dauerhaft beizubehalten.

Stefan Houbertz, Regionalvorsitzender von Pro Bahn Aachen: „Der HKX sollte die Rheingold-Wagen auf keinen Fall nur vorübergehend einsetzen. Viele Menschen, vor allem ältere – aber auch jüngere und Bahnfans – fühlen sich in den alten plüschigen Abteilwagen viel wohler als in den großen sterilen Großraumwagen. Hier sollte der HKX die Not zur Tugend machen und gerade damit werben.“ Ob junge Eltern mit Kinderwagen oder alte Leute mit Rollatoren das wohl auch so sehen?

15 Responses


  1. Fr. Schulze
    25.07.12 um 12:03

    Entscheidend ist jetzt, auf den klassischen Hauptstrecken -nicht Neubaustrecken – gediegene, und umsteigefreie Komfort-Verbindungen anzubieten:

    Vorschlag:
    FRANKFURT AM MAIN – Gießen Marburg – Kassel – Harz – BERLIN


  2. Bahnfahrer
    25.07.12 um 12:03

    Ich halte den Vorschlag nicht unbedingt für praktikabel.

    Es wäre zu wünschen, dass HKX dann auch neue Fahrzeuge einsetzt, die sich deutlich von denen der Deutschen Bahn unterscheiden.
    Wie Stadler am Beispiel der neuen Züge für einen IC-Verkehr in Tschechien zeigt (Leo http://www.stadlerrail.com/media/uploads/FREx0711d.pdf), bestehen durchaus Alternativen zu älterem Wagenmaterial. Dieser Zug könnte ja auch eine Alternative für die DB darstellen. Möglicherweise ist dieser Zug auch schneller bzw. kurzfristiger zu beschaffen?
    Mit einer solchen, beispielhaften Lösung könnte man vielleicht auch Nebenfernstrecken wieder an das Fernverkehrsnetz anschließen?
    Die Angebote zeigen, dass es durchaus innovative Fahrzeugalternativen am Markt gibt. Aus Sicht des Kunden bleibt es zu wünschen, dass diese auch genutzt werden.


  3. ulrich kleine
    25.07.12 um 15:06

    Melde mich als großer Eisenbahnfreund.
    Finde es toll, daß die älteren Reisezugwagen nicht auf den Schrott
    wandern, sondern wieder eingesetzt werden. Andere Länder wären fro
    diese Rollmaterial zu besitzen. Wie viele Wagen wurden denn
    reaktiviert??Sind mir angenehmer als die Großraumwagen.


  4. Eckehard Lüdke
    25.07.12 um 18:59

    Ich hatte das Vergnügen, bereits bei der Probefahrt vor einigen Wochen in diesem Zug fahen zu können.
    Doch, ganz klar: ich selber – Jahrgang 1960 – beobachte seit meiner Kindheit, wie Züge immer und immer weiter das Menschengerechte, das Erlebbare und den Reisekomfort verlieren (bis auf den Aspekt der Barrierefreiheit). Diese schönen Waggons sind einfach ein Gedicht! Am liebsten hätte ich noch Fenster, die man öffnen kann,
    aber der Appell von Pro Bahn ist sehr zu unterstützen!
    Beste Grüße vom Niederrhein,
    Eckehard Lüdke

  5. Moin Moin, Sehe es genauso wie mein NRW-Vertreter, das der HKX mit den AlexGold-Waggons noch möglichst lange weiter fahren sollte, hier wird 1. Klasse Komfort (wie sie auch die DB derzeit in den IC-Zügen zwischen Köln und Hamburg anbietet) zum 2. Klasse Fahrpreis verkauft. Die Waggons sind – im Gegensatz zu obiger Nachricht – selbstverständlich klimatisiert (anders ginge es bei nicht zu öffnenden Fenstern auch nicht). Nur am Wochenende werden zur Zeit drei Zugpaare gefahren, die dann auch zum Einsatz kommenden NOB-Waggons (Haupteinsatzgebiet ist zwischen Hamburg und Westerland) sind barrierefrei. Hochsommerliche Grüße aus Hamburg, Birger Wolter.

  6. Pro Bahn NRW kann man eh mit der Pfeife rauchen, da sind nur verpeilte Opas drin die wohl seit 30 Jahren keinen Zug mehr von innen gesehen haben oder irgendwelche Pufferküsser die beim Anblick einer Dampflok ihren Höhepunkt erleben. Mit einem Fahrgastverband der sich um die Anligen der Allgemeinheit, wie andere Pro Bahn Bezrike kümmert, hat dieser Bezirk schon lange nichts mehr zu tun. Sonst kriegen die zu keinem wichtigen Thema an Rhein und Ruhr den Mund auf. Aber wenn so ein schrottreifer Museumszug aufs Gleis geschickt wird, da fängt die ganze Mitgliederschaft an zu schreiben.

  7. Wobei ich mich allerdings langsam doch frage, was soll der Artikel vom 25. Juli 2012, wo doch am 24. Juli 2912 ein ausführlicher, dem HKX gegenüber positiver Bericht erschienen ist, ein Tag später die Waggons hingegen eher untauglich seien. Rätselnd, Birger Wolter.

  8. @Walter: Sehr gut! Vielen Dank, dass Du mich heute morgen so zum Lachen gebracht hast.

  9. Was von Pro Bahn NRW in der Zwischenzeit zu halten ist?
    Man möge sich einfach mal den neuen Vorsitzenden reinziehen.
    Ein echtes Vergnügen, wenn er den Mund aufmacht und ständig.. st st st…

  10. Ich bin selbst Mitglied von Pro Bahn. Ich würde zwar auch lieber mit den historischen Rheingold-Wagen fahren, doch sollte man die Interessen aller Fahrgastgruppen berücksichtigen. Welche Fahrgastwünsche überwiegen, ist doch eigentlich gar nicht so einfach zu beantworten.

    Ideal wäre es nach meiner Meinung, man würde gemischte Züge fahren lassen und die Fahrgäste könnten wählen zwischen historischen Rheingold-Wagen und moderneren Wagen. Da könnte man gespannt sein, wie die Mehrheit der Fahrgäste entscheidet. Vermutlich würde man feststellen, dass die historischen Rheingold-Wagen sehr beliebt sind.

    Fakt scheint übrigens zu sein, dass das Unternehmen HKX zwar nicht ganz so schnelle Züge einsetzen will wie die DB. Als Ausgleich verzichtet HKX aber auf die Umwege über Bochum/Dortmund und über Bremen. Außerdem kann die DB auf der Strecke Ruhrgebiet-Hamburg ohnehin keine Schnellstrecken-Geschwindigkeit fahren. Daher ist HKX auch nicht auf die modernsten Fahrzeuge angewiesen.


  11. schwellenwurm
    21.08.12 um 17:11

    HKX will (kann?) sich schnellere Züge wohl nicht leisten. Auch beim Personal verlässt man sich auf sutdentische Kräfte, Werksstudenten und Praktikanten. Für die Hauptamtlichen ist es ein Zuerwerbsbetrieb, die Beziehungen zur RDC und locomore sind für meinen Geschmack zu eng.
    Wir werden sehn was daraus wird.
    Hab gehört (gelesen), dass der Zug schon 3 Mal ausgefallen oder erheblich verspätet war und die Fahrgäste mit fadenscheinigen Entschuldigungen und Schuldzuweisungen gegen die Bahn beschwichtigt wurden. Was ist daran dran? Wer weiß mehr?

  12. 3 Mal ausgefallen, in Relation zu wievielen stattgefundenen Fahrten?

  13. thema HKX

    Es gibt keine Praktikanten bzw studentischen kräfte beim Hkx

    die Leuten sind Vollzeit Mitarbeiter und werden von Veolia Vekehr Ausgebildet und zur Verfügung gestellt.Ich hab mich selber Beim Hkx beworben und das sind die Voraussetzungen : Betriebstauglichkeit Ärztlich sowie Psychologisch nach Konzernrichtlinie 107 also wie wenn man bei der deutschen Bahn im Betriebsdienst Arbeiten will.Und Hinzu kommt das die ganzen Untersuchungen von DB GesundheitsService (Ias Gruppe gemacht werden) Ohne diese Untersuchungen darf kein Mitarbeiter im Betriebsdienst eingesetzt werden,sonst gibt vom Eisenbahnbundesamt Einen auf den deckel.

    Ich würde mal echt gerne wissen wie du auf diese aussage kommst das dort nur studentische kräfte arbeiten würden oder so @schwellenwurm?


  14. gelegenheitsfahrer
    23.08.12 um 17:52

    fahre hin und wieder Hamburg – Essen, letztes Wochenende erstmals mit dem HKX pünktlich hin (bei 35 außern Grad hat bei uns im Wagen wenigstens die Klimaanlage nicht schlapp gemacht)und am Mi. 22.8 12:55 ab Essen. Wie habe ich die Fahrt im nostalgischen aber bequemen 1. Klasse Abteil für 17,50 genossen. Aus zwei Gründen war ich dann richtig froh, nicht im IC zu sitzen. Hatte mir vor der Rückfahrt leider mein Knie verrenkt. War nur schmerzfrei, wenn gestreckt gehalten. Platz war im hkx-Abteil wirklich genug, für meine Beine, für die Beine der Dame gegenüber und mittendrin noch für die Tragetasche mit ihrem kleinen Hund auf dem Boden! Und vor Scheeßel stand dann der Zug (wie andere auch) für 50 Minuten wegen lt. Ansage „Personenschaden mit anderem Zug auf der Strecke“. War für mich kein echtes Problem, habe halt etwas länger auf den bequemen Polstern gesessen. Dem Knie geht es heute übrigens besser. Den beteiligten Güterzug haben wir dann bei Scheeßel auf dem Gegengleis passiert. Und der Personenschaden war auch keiner, wie heute in der Hamburger Morgenpost online (mopo.de) steht. Hat sich nur ein 14-jähriger direkt auf dem Bahnsteig neben den Schienen gesonnt. Macht man zwar nicht, aber so ist also alles gut!

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