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Dessauer FTD Fahrzeugtechnik ist gerettet

05.07.12 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die insolvente „FTD Fahrzeugtechnik GmbH CTF“ mit Sitz in Dessau-Roßlau hat wieder eine Zukunft: Insolvenzverwalter Henning Schorisch von der bundesweit tätigen Kanzlei hww wienberg wilhelm hat nur zwei Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens für das Unternehmen einen Käufer gefunden. Alle noch verbliebenen Arbeitsplätze bleiben erhalten.

„Durch den Verkauf erhält die FTD Fahrzeugtechnik GmbH wieder eine langfristige Perspektive unter dem Dach eines gut aufgestellten Mitbewerbers in der Branche. Durch die Zusammenführung lassen sich die Potenziale beider Unternehmen heben, so dass ein starker Verbund am Markt entstehen wird“, betonte Insolvenzverwalter Schorisch. „Besonders freut mich, dass dadurch alle Arbeitsplätze gesichert werden konnten.“ Auch für die Gläubiger ist die Veräußerung des Unternehmens ein gutes Ergebnis: sie können mit einer relevanten Quote rechnen. Der wirtschaftliche Übergang des Geschäftsbetriebs soll noch diesen Monat erfolgen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Käuferin will künftig unter „Fahrzeugtechnik Dessau GmbH“ firmieren, so dass auch der traditionelle Unternehmensname und das damit verbundene Qualitätsversprechen erhalten bleibt. Hinter der Käuferin stehen wirtschaftlich die TTV TransTec Vetschau GmbH und deren Gesellschafter. Diese TransTec fertigt Fahrgestelle und Baugruppen für Schienenfahrzeuge und beliefert namhafte Kunden in der ganzen Welt. Mit dem Erwerb will sie ihr Produktportfolio ergänzen und den Wachstumskurs fortsetzen. Alle 103 im Unternehmen verbliebenen Mitarbeiter werden daher übernommen, eine weitere Expansion ist nicht ausgeschlossen.

Die FTD Fahrzeugtechnik ist als Zulieferer für die Schienenfahrzeugindustrie tätig und baute selbst Zugwagen und Waggons in Kleinserien oder als Prototypen. Seit dem am 22. März 2012 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet wurde, führt Insolvenzverwalter Schorisch das Unternehmen fort. Parallel wurde die FTD mit gezielten Restrukturierungsmaßnahmen auf den Verkauf vorbereitet und mit Hochdruck nach Investoren für das Unternehmen gesucht. Während des gesamten Insolvenzverfahrens mussten keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden, Kunden und Lieferanten stehen nach wie vor hinter dem Unternehmen.

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