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DB bietet 5,5 Prozent Lohnsteigerung

11.07.12 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Zum Auftakt der Verhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zur Entgeltrunde 2012 hat die DB ein Gesamtpaket von 5,5 Prozent angeboten. Danach sollen die Entgelte zum 1. Juli 2012 um 2,5 Prozent steigen und zum 1. Oktober 2013 um weitere zwei Prozent. Das Angebot sieht eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2014 vor.

Außerdem soll die betriebliche Altersvorsorge ab 2014 erneut um ein Prozent erhöht werden.

DB-Personalvorstand Ulrich Weber: „Wir haben zum Auftakt der Entgeltrunde ein Angebot vorgelegt, das fair ist, weil es zur Wirtschaftslage passt und unsere Mitarbeiter angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt. Ich gehe davon aus, dass wir die Verhandlungen im weiteren Verlauf vernünftig, zügig und konfliktfrei abschließen werden.“

Der Tarifvertrag für die rund 20.000 Lokomotivführer ist am 30. Juni 2012 nach 23 Monaten Laufzeit ausgelaufen. Zuletzt waren im April 2011 nach teilweise schwierigen Verhandlungen eine Entgeltsteigerung um 2,0 Prozent, die Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung und verschiedene sonstige Leistungen vereinbart worden.Die Verhandlungen werden am 23. Juli 2012 in Berlin fortgesetzt.

 

2 Responses

  1. Irgendwie ist doch unsere Medienwelt ganz toll. Und Zughalt.de wahrscheinlich stolz, dazu zu gehören.
    Da lügt sich die DB mit bewusst falscher Anwendung von Prozentrechnung eine Pressemitteilung zusammen, und alle glauben es, drucken es ab, und verbreiten es weiter. Schämt euch!

    2,5 Prozent dieses Jahr (die letzte Erhöhung liegt m.W. 15 Monate zurück), 15 Monate später nochmal 2 Prozent, und noch ein Prozent bei der Alterversorgung ergibt eine Gesamterhöhung von 5,5 Prozent?
    Prozentpunkte zu addieren, als ob es absolute Zahlen wären, ist auch unabhängig vom erreichten Schulabschluss verboten. Macht man es wider besseres Wissen, dann nennt man das „Lügen“.

    Selbst man die Erhöhung der Altersversorgung mit Wirkung 1.7. naiv hinzurechnet, kommt nur eine jährliche Erhöhung (und alles andere ist Neusprech!) von höchstens 2,5 Prozent heraus. Nimmt man korrekterweise die Altersversorgung heraus, und die berücksichtigt die Laufzeiten von 15 statt 12 Monaten, so ergeben sich deutlich geringere Steigerungsraten.

  2. Von Inflation und so weiter gar nicht erst zu sprechen.

    Wo wir aber schon bei Pressemitteilungen sind – auch wenn es in der Medienbranche vielleicht nicht sehr ueblich ist, es waere schoen wenn die PMen auch als solche gekennzeichnet wuerden und nicht einfach so wie redaktionelle Texte eingestellt werden.

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