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Sieben Millionen Euro Fördergelder für die Wuppertaler Nordbahntrasse

04.06.12 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union fördern den Umbau der Wuppertaler Nordbahntrasse (Rheinische Strecke) zu einem Fahrrad- und Spazierweg. Die Fördersumme beträgt 7,171 Millionen Euro. Ein entsprechender Bescheid wurde in der letzten Woche von Wirtschafts- und Verkehrsminister Harry Voigtsberger (SPD) übergeben. Der Verein Wuppertalbewegung hat bereits rund 2,5 Millionen Euro durch Spenden akquiriert.

„Heute schließen wir eine Lücke im Fernradwegenetz in Nordrhein-Westfalen und verknüpfen die urbanen Ballungsräume zwischen Rhein und Ruhr“ sagt Minister Voigtsberger. „Dadurch werden neue attraktive Angebote für den Radtourismus geschaffen.“ Ein besonderer Reiz liegt in den vielen Kunstbauten, die die Rheinische Eisenbahngesellschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Norden des heutigen Wuppertals geschaffen hat.

Stillgelegt ist die Strecke jedoch nur im Wuppertaler Stadtgebiet. Weiter westlich gehört sie heute der Regiobahn, die dort die sehr erfolgreiche S 28 betreibt. Zwischen Schwelm und Hagen fährt dort DB Regio NRW mit der Linie S 8. Zwischen Hagen und Dortmund ist via Herdecke die Volmetalbahn unterwegs. Der Wuppertaler Teil der Strecke wird jetzt – wie so viele einst von der Bundesbahn geschlossene Strecken – für Fahrradfahrer und Spaziergänger interessant.

2 Responses

  1. Gehört die Strecke wirklich der Regiobahn oder fährt die auf Gleisen der DB. In der LA- Überswicht der DB ist die namlich noch drin.
    Und zum Radweg auf der Nordbahnatrasse kann ich nur sagen, eine verkehrspolitische Katastrophe! Rot-Grün sollte doch eigentlich für eine Verkehrswende hin zur Bahn stehen und da bietet die Nordbahn potentiale für den Personenverkehr und den Güterverkehr (über Bahnhöfe und Anschlussgleise).

    Hier mein Nordbahn- Lied: http://oedpbergischland.blogspot.de/2011/04/mit-bekannter-volksliedsliedmelodie-auf.html
    Wer will kann es vor der Kamera singen und bei Youtube einstellen.


  2. Bahnfahrer
    05.06.12 um 08:54

    Hätte man die Nordbahn nicht als Bahnstrecke erhalten können? Jetzt werden Millionen dafür ausgegeben, die Trasse als Fahradweg umzugestalten. In Wuppertal kann man auf Grund der Tal- und Hanglage sowieso nicht Fahrad fahren.

    Hier fehlt aus meiner Sicht ein Verkehrskonzept, das stillgelegte bzw. stilliegende Bahntrassen bewahrt, so dass sie wieder in Betrieb genommen werden können.
    Viele Gemeinden im Oberbergischen wären heute froh, wenn sie ihre Bahnstrecken wieder bekämen in Anbetracht der Überflutung mit Autos. Der Trend geht wieder mehr zum ÖPNV und dafür könnte man die Nordbahn mit einer Verlängerung als Regiobahn nach Düsseldorf gut gebrauchen.

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