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Schweizer Zentralbahn steigert Ergebnis um 3,9 Prozent

26.06.12 (Schweiz) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Zentralbahn blickt auf ein positives Geschäftsjahr 2011 zurück. Bei den Verkehrserträgen konnte das Rekordergebnis aus dem Jahr 2010 um 3.9 Prozent auf 28.15 Millionen Franken gesteigert werden. Sie schließt das Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 2.3 Millionen Franken ab. Die Zahl der Reisenden nahm mit 7.25 Millionen um 4.5 Prozent zu. Vor allem die Strecke Luzern-Engelberg mit dem neuen Tunnel legte um knapp 13 Prozent auf 2.99 Mio. Reisende zu. «Es freut uns, dass das neue Angebot nach der Eröffnung des Tunnels Engelberg geschätzt und benutzt wird» sagt Dr. Renato Fasciati, Geschäftsführer der Zentralbahn.

Die Zentralbahn entwickelte sich in ihrem siebten Geschäftsjahr insbesondere im Bereich der Qualität positiv. «Pünktlichkeit, Sauberkeit und Sicherheit sind die wichtigsten Qualitätsfaktoren eines Bahnunternehmens», sagt Anna Barbara Remund, Verwaltungsratspräsidentin der Zentralbahn. So konnte zum Beispiel die Pünktlichkeit der Züge mit weniger als 5 Minuten Verspätung auf knapp 99 Prozent gesteigert werden.

Einen grossen Schritt weiter ist die Zentralbahn auch im Bereich der Schlüsselprojekte: Einen Quantensprung für die Angebotsplanung bedeutet das Projekt Tieflegung und Doppelspurausbau Luzern Allmend. Diese Ausbauten stehen kurz vor dem Abschluss, sodass die Tieflegung und die neue Haltestelle Luzern Alllmend/Messe bereits ein Jahr früher als geplant eröffnet werden. Die Eröffnung der Tieflegung und die Einweihung der neuen Haltestelle finden am 3. November 2012 statt, in Betrieb genommen wird die neue Haltestelle am 9. Dezember 2012 vorerst mit je zwei Halten pro Stunde pro Richtung (S5 in Richtung Luzern und S4 aus Richtung Luzern).

Auch die Neubeschaffung der Fahrzeug-Flotte für den Brünig, ein weiteres Grossprojekt der Zentralbahn, wurde 2011 erfolgreich weitergeführt. Die ersten 3-teiligen FINKen (flinke, innovative, Niederflur-Komposition) wurden im Frühjahr 2012 bereits ausgeliefert und befinden sich aktuell in der Testphase. Mitte Juli 2012 wird der erste FINK in den fahrplanmäßigen Betrieb genommen. «Wir freuen uns, die neuen Züge unseren Fahrgästen übergeben zu können», sagt Fasciati. Am 22. September 2012 findet für Gäste und Bevölkerung ein grosses Eisenbahnfest statt, wo auch der erste neue 7-teilige ADLER (alpiner, dynamischer, leiser, edler Reisezug) besichtigt werden kann.

Das Jahr 2011 war aber auch geprägt von Naturereignissen. Nicht weniger als drei Unwetter mit einer Schadenswirkung von über sieben Millionen Franken ereigneten sich im zweiten Halbjahr 2011. Durch heftige Gewitter wurden die Bahnstrecken bei Grafenort, am Brünig sowie zwischen Meiringen und Brienzwiler verwüstet. Zusätzlich hielten heftige Schneefälle im Dezember die Zentralbahn auf Trab. «Dank eingespieltem Krisenstab, guter Zusammenarbeit mit den Partnern und dem grossartigen Einsatz unseres Personals konnten die Strecken immer wieder innert kürzester Zeit instand gestellt werden», sagt Fasciati.

Renato Fasciati blickt auf ein bewegtes erstes Amtsjahr zurück. «Ich wurde in der Region, von den Partnern und vor allem auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralbahn sehr herzlich aufgenommen. Mit den Schlüsselprojekten wie der Tieflegung und dem Doppelspurausbau Luzern Allmend sowie der neuen Rollmaterial-Flotte entwickelt sich die Zentralbahn zu einer der modernsten Bahnunternehmungen in der Schweiz. Ich danke unseren 328 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche jeden Tag zu dieser Entwicklung beitragen», sagt Fasciati.

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