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RMV: eTicket als Türöffner

14.06.12 (Hessen) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Zusammenarbeit zwischen Verkehrsverbünden und Carsharing-Anbietern hat fast schon Tradition. Studien haben ergeben, dass ein Carsharing-Auto acht PKW ersetzt. Sogar Firmen nutzen Carsharing und ersparen sich somit eine eigene Fahrzeugflotte. Im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) wird nun der nächste Schritt eingeläutet. Das eTicket Rhein-Main dient fortan als Zugangsmedium für die Fahrzeuge von „stadtmobil“.

Für Inhaber des eTickets gibt es besonders günstige Einstiegsbedingungen: Die einmalige Anmeldegebühr bei stadtmobil reduziert sich von 50 Euro auf 25 Euro, genauer sogar auf 15 Euro, denn ein Fahrtguthaben gibt es noch extra dazu.

Nach der Anmeldung und der Buchung eines Fahrzeuges dient das eTicket als Zugangsmedium. Das einfache Vorhalten der Chipkarte vor das Lesegerät genügt, um das Auto zu öffnen oder um an einigen Stationen am Schlüsseltresor den Autoschlüssel zu erhalten.

Die mehr als 120 Fahrzeuge von Stadtmobil sind verteilt auf 60 Stationen in Frankfurt, Hofheim am Taunus, Bad Vilbel, Friedberg und Offenbach. An der eMobil-Station mitten in der Offenbacher City stehen nahe an der S-Bahnstation Marktplatz sogar 15 Elektro-Fahrräder und zwei Elektroautos bereit.

„Der RMV versteht sich als Mobilitätsverbund. Nicht nur mit Bus und Bahn kommen unsere Kunden voran, sondern auch mit attraktiven Angeboten unserer Kooperationspartner. Unsere elektronische Jahreskarte, das eTicket RheinMain, bietet jetzt zusätzlich die Möglichkeit, unsere Fahrkarte bequem als Schlüssel einzusetzen, um Fahrräder und Autos starten zu können“. Damit – so die „feste Überzeugung“ von RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat sei das eTicket RheinMain das ideale Medium um den Mobilitätsverbund voranzubringen. „Das eTicket wird zu unserer umfassenden Mobilitätskarte für die gesamte Region“ so Ringat.

Der Geschäftsführer von Stadtmobil, Bernd Kremer, freute sich „auch diesen Schritt in die Zukunft der modernen Mobilität“ gemeinsam mit dem RMV machen zu können. „Wir kooperieren schon lange mit dem Verkehrsverbund und sind heute mehr denn je davon überzeugt, dass die Verkehrsteilnehmer verstärkt auf mobile Vernetzung setzen“. Autobesitz sinke zunehmend in der Rangskala nach unten, Autofahren werde zunehmend mit der Nutzung von Bussen und Bahnen ergänzt und das besonders von jungen Menschen. Kremer: „Gemeinsam mit dem RMV stehen wir also auf dem Verkehrsmarkt zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle.“

Foto: Fischer

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