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LVV Bilanz 2011: Solides Geschäftsergebnis trotz schwieriger Rahmenbedingungen

12.06.12 (Sachsen) Autor:Niklas Luerßen

Die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV) mit ihren Tochtergesellschaften Stadtwerke Leipzig GmbH, Kommunale Wasserwerke Leipzig (KWL) GmbH und den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) GmbH blickt trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. So konnte die LVV 2011 die beauftragte Verkehrsleistung für die Stadt Leipzig vollständig finanzieren und die Bankverbindlichkeiten deutlich senken.

 

„Wir freuen uns über die positive Entwicklung“, so Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Aufsichtsratsvorsitzender der LVV auf der heutigen Bilanz-Pressekonferenz. „Die LVV-Gruppe setzt die Vorgaben des Gesellschafters konsequent um und leistet einen starken Beitrag zur Daseinsvorsorge für die Leipzigerinnen und Leipziger.“

Die von der Stadt Leipzig bei der LVB angeforderten Verkehrsleistungen konnten, im Gegensatz zu den Vorjahren, wieder von der LVV in Höhe von 48 Mio. Euro finanziert werden. Die LVV-Gruppe hat 2011 außerdem die Verschuldung bei den Banken um rund 18 Mio. Euro auf Verbindlichkeiten in Höhe von 639 Mio. Euro reduziert. Im zurückliegenden Geschäftsjahr investierte der Konzern überdies 131 Mio. Euro. Der Schwerpunkt lag auch 2011 im Ausbau der Versorgungs- und Verkehrsanlagen. Mit durchschnittlich rund 5.100 Beschäftigten hält sich die Mitarbeiterzahl auf stabilem Niveau. Das Konzernergebnis von minus 14 Mio. Euro (2010: + 2 Mio. Euro) resultiert aus einer Steuernachzahlung aufgrund der geänderten Rechtsauffassung der Finanzbehörden zur steuerlichen Bilanzierung der Abwasserabgabe bei der KWL. Ohne diese Steuerbelastung hätte der Konzernjahresüberschuss 4,7 Mio. Euro betragen.
Josef Rahmen, Vorsitzender der Geschäftsführung LVV: „Ich bedanke mich bei unseren mehr als 5000 Mitarbeitern. Durch ihre tägliche Anstrengung ist es uns gelungen, trotz vieler negativer Einflüsse, unsere Dienstleistungsqualität weiter zu steigern und ein solides Ergebnis zu erwirtschaften.“

Die KWL konnte ihr Ergebnis trotz geringerer Umsätze steigern und sogar die Wasserpreise senken.
Die LVB konnten 2011 die letzten US-Leasing-Geschäfte vorzeitig beenden und haben den Bau des Technischen Zentrums Heiterblick gestartet (siehe unten).
Die Stadtwerke haben ihr Rekordergebnis aus dem Jahr 2010 trotz harten Wettbewerbs und ungünstiger Wetterbedingungen fast wiederholt und über 60 Mio. Euro Gewinn an die LVV abgeliefert.

Das Veräußerungsverfahren perdata wurde erfolgreich abgeschlossen. Bei einem Kaufpreis von 18 Mio. EUR wurde vom Erwerber arvato Systems, ein Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns, der Erhalt des Firmensitzes in Leipzig und die Arbeitsplatzsicherheit für die über 180 perdata-Mitarbeiter garantiert. Außerdem wurde von arvato Systems ein wirtschaftliches Entwicklungskonzept für die perdata vorgelegt, das für Leipzig hervorragende Perspektiven bietet.
Für die HL komm hat die LVV in einem europaweiten Bieterverfahren ein attraktives Angebot ausgehandelt. Die Entscheidung über die Veräußerung darüber trifft der Stadtrat.

Der Prozess der Neuausrichtung der LVV-Gruppe liegt voll im Plan. „In einem einmaligen Miteinander aller Beteiligten sind die notwendigen Umbauprozesse innerhalb der LVV-Gruppe gestartet. Ohne betriebsbedingte Kündigungen werden wir die Vorgabe des Stadtrates, bis zum Jahr 2015 nachhaltig 10 Mio. Euro einzusparen, gemeinsam umsetzen“, so Volkmar Müller, Kaufmännischer Geschäftsführer LVV.

Das Jahr 2011 brachte für die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH richtungsweisende Entscheidungen und Ergebnisse. Dazu gehören die finanztechnische und planerische Vorbereitung zum Bau des Technischen Zentrums Heiterblick sowie der Baustart am 1. November, das Ende der US-Cross-Border-Leasing-Verträge, die Beteiligung am Sax-Hybrid-Programm und die Beschaffung 18 neuer Hybridbusse, die Modernisierung von Münchner Straßenbahnen durch die IFTEC, die Inbetriebnahme der neuen Serie Classic XXL auf der Linie 11 sowie des 50. Leoliners und nicht zuletzt die Eröffnung des neuen Service-Centers am Wilhelm-Leuschner-Platz.

Ulf Middelberg, Sprecher der LVB-Geschäftsführung: „Besonders herauszuhebende Punkte sind dabei, dass die LVB auch 2011 den kommunalen Finanzierungsbeitrag der LVV für den öffentlichen Nahverkehr um zwei Millionen Euro reduzieren konnten und die Fahrgastzahl, obgleich schon auf hohem Niveau, wiederum leicht anstieg.“ Und weiter: „Mit dem Aufsichtsrat haben wir intensiv an der Entwicklung  der neuen LVB-Strategie ‚Fokus 25 – Moderne Mobilität für Leipzig’ gearbeitet. Wichtig dafür war, die Terminierung der letzten drei Cross-Border-Leasing-Verträge. Denn die LVB können nunmehr ohne die vertragstypischen großen Risiken ihre Zukunftsaufgaben angehen.“
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2011 134,4 Mio. Fahrgäste befördert, dass sind rund 200.000 Fahrgäste mehr als im Vorjahr. Die LVB investierten im vergangenen Jahr 44,9 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse für 2011 beziffern sich auf insgesamt 122,4 Mio. Euro, das sind 2,5 Mio. Euro mehr als im Vorjahr.

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