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KVB auf Erfolgskurs

22.06.12 (NVR) Autor:Jürgen Eikelberg

Wie fast alle öffentlichen Verkehrsbetriebe in Deutschland haben auch die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) im Jahr 2011 einen erneuten Fahrgastrekord erzielt. 274,4 Millionen Fahrgäste, das sind rund 2 Millionen mehr als im Jahr 2010. Allein 2.000 neue Abokunden konnte die KVB gewinnen. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 225,7 Millionen Euro.

Um 16,1 Prozent verbesserte sich das Betriebsergebnis. Während die Unterdeckung 2010 noch 86,9 Millionen Euro betrug, lag sie 2011 bei 73 Millionen Euro. Dies ist das beste Betriebsergebnis der letzten zwanzig Jahre. Neben der positiven Umsatzentwicklung ist bei der Bewertung des Ergebnisses 2011 zu berücksichtigen, dass mit rund 7,2 Millionen Euro für Fahrzeugförderung ein Einmalertrag erzielt werden konnte, der sich so im laufenden Geschäftsjahr nicht wiederholt. Im Rahmen des Organschaftsvertrags wird der Verlust durch die Stadtwerke Köln GmbH abgedeckt.

Der Aufwanddeckungsgrad stieg in 2011 auf 79,0 Prozent. Im Vorjahr lag er bereits bei 74,6 Prozent. Fast Vierfünftel der Ausgaben wurden somit durch eigene Einnahmen der KVB gedeckt. Der Aufwandsdeckungsgrad der KVB liegt über dem Branchendurchschnitt von 77 Prozent der im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) organisierten Unternehmen.

In diesem und in den folgenden Jahren wird die KVB diese guten Ergebnisse jedoch nicht wiederholen können. Es stehen große Investitionen an, wie die Qualitätssicherung der Infrastruktur, der Umbau der älteren Stadtbahnfahrzeuge sowie der Umbau des Betriebshofes West.

Die KVB zeichnet sich durch eine hohe Kundenbindung aus. Fast jeder vierte Kölner besitzt ein Zeitticket. Während der Verkauf von Einzel- und Vierertickets stagnierte, stieg der Absatz von Zeittickets um 3,4 Prozent.

Der Personalbestand erhöhte sich einschließlich der Auszubildenden um 47 auf nunmehr 3.239. Zur Vergrößerung des Fahrgastservice und der Fahrgastsicherheit hat die KVB 2011 insgesamt 18 weitere Stellen (Bahnbegleitung) geschaffen, die Mitarbeiter wurden zum 1. Januar 2012 in unbefristete Stellen übernommen. Hierdurch konnte die Präsenz an den Haltestellen und in den Fahrzeugen vergrößert werden. Zugleich konnte durch die Ausweitung der Fahrscheinkontrollen die Quote der ohne gültigen Fahrschein angetroffenen Personen auf 4,73 Prozent gesenkt werden

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