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EVG lehnt Elektro-LKW ab und fordert Ausbau der Schiene

07.06.12 (Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) lehnt Ideen ab, dass elektrifizierte Autobahnen und Oberleitungs-LKW auf der Straße fahren könnten. Das würde rund 14 Milliarden Euro kosten, in diesem Zusammenhang weist die EVG darauf hin, dass die Schiene heute bereits bedeutend effizienter sei. Allerdings müssten die Trassen ausgebaut und Engpässe beseitigt werden. Dadurch könnte das Transportvolumen mehr als verdoppelt werden.

„Das ist der elektrifizierte Schildbürgerstreich“ so EVG-Chef Alexander Kirchner. Elektromobilität werde in Deutschland gerade im Schienengüterverkehr bereits praktiziert. „96 Prozent der Verkehre werden hier elektrifiziert gefahren“ so Kirchner. Es sei „vollkommen überflüssig und widersinnig“, ein paralleles System auf der Straße zu errichten. Der richtige Weg sei, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. Im Güterverkehr hat die Schiene einen Anteil von nur 18 Prozent.

Kirchner: „Statt das Geld mit Elektrofantastereien aus dem Fenster zu werfen, sollte es sinnvoll in den bestehenden umweltfreundlichsten Verkehrsträger investiert werden.“ Allerdings müsse es bereits jetzt massiven Trassenausbau geben, etwa am Rhein, ebenso wie die Beseitigung von Engpässen und Flaschenhälsen. „Damit ist dem Umweltschutz mehr gedient, als mit irgendwelchen Oberleitungen auf Autobahnen“ sagt Kirchner.“

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