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Bonn: Noch drei mal gibt es in der U-Bahn was auf die Ohren

28.06.12 (NVR) Autor:Jürgen Eikelberg

Für einen harmonischen Einstieg in den Feierabend sorgten am Freitag, 22. Juni, wieder junge ambitionierte Musiker in der Veranstaltungsreihe JazzTube. „Liza Pflaum Quintett“, „Madera Porteña“ und das „Filippa Gojo Quartett“ begeisterten Fans und Passanten an den Bonner U-Bahnhaltestellen „Hauptbahnhof/Thomas-Mann-Straße“, „Uni/Markt“ und „Museumsmeile/Heussallee“.

Mit JazzTube wollen die Stadtwerke Bonn jungen professionellen Nachwuchsmusikern eine Bühne bieten und gleichzeitig neue musikalische Erlebnisräume im „Untergrund“ des Bonner Nahverkehrs schaffen. Bis in den Herbst hinein, einmal im Monat, auf jeweils drei improvisierten Bühnen an den U-Bahn-Stationen. Nach der Premiere am 25. Mai stellten sich nun erneut drei Bands ihrem Publikum. Und die Fangemeinde wächst. Neben den Passanten in der U-Bahn kamen zum zweiten JazzTube-Konzert auch zahlreiche Fans gezielt zu den Stationen. „In der Szene spricht sich diese Reihe als Geheimtipp herum. Junge Bonner Musiker und Jazzfans kommen gezielt zu den Stationen“, sagt Thomas Kimmerle, der im Auftrag der SWB die Organisation der Konzerte übernimmt.

Liza Pflaum Quintett, Kontrastreiche Vorstellung: Das „Liza Pflaum Quintett“ stellte ab 17 Uhr an der Haltestelle Hauptbahnhof/Thomas-Mann-Straße zuerst unter Beweis, warum man die JazzTube-Konzertreihe nicht verpassen sollte: Liza Pflaum (Posaune), Sabeth Perez (Gesang), Constantin Krahmer (Piano), Hendrika Entzian (Bass) und Dominik Mahnig (Schlagzeug) überzeugten mit akustischen Kontrasten zwischen dunkler Posaune und der hohen Stimme.

Madera Porteña Individuelle Klasse: Lateinamerikanische Klänge vernahmen die Zuhörer ab 17.15 Uhr an der Haltestelle Universität/Markt. Madera Porteña drückt ihrem Spiel durch die gleichzeitige Einbindung von Jazzelementen ihren eigenen Stempel auf. So zeigten Alexander Sobocinski (Gitarre), Daniel Manrique-Smith (C-, Alt- und Bassquerflöte) und Johann May (Gitarre, Kontrabass und Charango) ihre individuelle Klasse.

Filippa Gojo Quartett, Spielerische Leichtigkeit: Das Finale war dem Filippa Gojo Quartett ab 17.30 Uhr an der Haltestelle Museumsmeile/Heussallee vorbehalten, die ihre verschiedenen musikalischen und persönlichen Einflüsse in einer internationalen Stilmischung verarbeiten. Filippa Gojo (Gesang), Sebastian Scobel (Piano, Rhodes), David Andres (Bass) und Lukas Meile (Percussion) begeisterten durch die spielerische Leichtigkeit, mit der sie Stilgrenzen überwinden.

Die nächsten JazzTube-Konzerte finden statt am 27. Juli, 24. August und 28. September, jeweils wieder an den drei bekannten Bühnen und jeweils ab 17 Uhr.

Die Auftritte der Bands haben überzeugt? Die Sieger aus dem Voting sind beim großen Finale in der „Harmonie“ zu hören. Wer von den Bands dabei sein wird, entscheidet die Abstimmung auf der Internetseite www.jazztube-bonn.de . Unter allen Teilnehmern verlost JazzTube-Karten für das Abschlusskonzert.

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