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Alstom liefert 38 Dieseltriebzüge für DB Regio im Dieselnetz Südwest

29.06.12 (Rheinland-Pfalz) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Deutsche Bahn AG bestellt bei Alstom 38 Dieseltriebzüge für den Regionalverkehr in Rheinland-Pfalz sowie Teilstrecken in Hessen und Baden-Württemberg. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Vertreter beider Unternehmen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 160 Millionen Euro – die Betriebsaufnahme ist für Dezember 2015 vorgesehen. Die Ausschreibung hatte zwei Lose: Eins ging an DB Regio, eins an Netinera.

Bahnchef Rüdiger Grube: „Wir setzen unsere Investitionen in die Modernisierung unserer Schienenfahrzeuge auch in 2012 konsequent fort. Davon profitieren vor allem unsere Kunden und unsere Mitarbeiter. Damit stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit und sichern unseren nachhaltigen Unternehmenserfolg. Alleine im vergangenen Jahr haben wir knapp acht Milliarden Euro in neue Fahrzeuge investiert.“

Investitionen, die man natürlich nicht aus Großmut tätigt, sondern weil die öffentliche Hand sie in einem neuen Verkehrsvertrag fordert. Es handelt sich um Einlösungen aus einem Rahmentarifvertrag und eine Option aus einer Einzellieferung. Die Züge vom Typ Lint sind bereits seit vielen Jahren im Regionalverkehr tätig – sowohl bei der DB AG als auch bei zahlreichen Wettbewerbsbahnen.

Und damit ist Henri Poupart-Lafarge, Vorsitzender von Alstom Transport, sehr zufrieden: „ Mit dem Auftrag für das Dieselnetz Südwest schreiben wir unsere Erfolgsgeschichte der Coradia Lint Plattform fort. Mit bereits über 650 verkauften Zügen in den letzten fünfzehn Jahren können wir der DB und ihren Fahrgästen ein bewährtes und umweltfreundliches Fortbewegungsmittel zur Verfügung stellen, dass unsere erfolgreiche Partnerschaft zur Verbesserung des Fahrgastangebotes weiter festigt.“

Geliefert werden 24 drei- und 14 zweiteilige Triebzüge mit 160 bzw. 112 Sitzplätzen in Regionalexpress-Ausstattung. Gefertigt werden die bis zu 140 km/h schnellen Fahrzeuge bei Alstom in Salzgitter. Der Partikelausstoß soll durch Abgasreinigung und innermotorische Maßnahmen um rund neunzig Prozent verringert werden. Durch innovatives Motormanagement wird eine Kraftstoffeinsparung von etwa zehn Prozent erreicht.

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