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VRR fördert Modernisierung am Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel

08.05.12 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) fördert die Modernisierung des Bahnhofes Wuppertal-Vohwinkel mit insgesamt rund 556.000 Euro. Einen entsprechenden Bescheid übergab VRR-Geschäftsführer Martin Husmann am gestrigen Montag (7. Mai) Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung (CDU). Der kommunale Eigenanteil wird durch die Wuppertaler Stadtwerke, die Stadtwerke Solingen und die Clees-Gruppe als Nutzer des Vorplatzes finanziert. DB Station und Service stellt diesen kostenlos zur Verfügung.

Der sich momentan in einem sehr schlechten Zustand befindende Vohwinkler Bahnhof soll zum Verkehrsknotenpunkt im Wuppertaler Westen umgestaltet werden. Von dort aus sind zahlreiche nordrhein-westfälische Oberzentren umsteigefrei erreichbar. Perspektivisch soll auch die Linie S 28 dort fahren, allerdings verzögert sich der Weiterbau der Linie aufgrund der ungeklärten Finanzierung des Betriebs. Hier bleibt die noch immer ausstehende Revision der Regionalisierungsgelder innerhalb Nordrhein-Westfalens abzuwarten.

Der Vorplatz soll barrierefrei gestaltet werden. Die Bahnsteige selbst sind das nur teilweise. Die S-Bahnlinien S 8, S 9 und S 68 sind stufenfrei zu erreichen, die Linien RE 4, RE 13 und RB 48 nicht. Dazu kommen zentrale Wegweiser, die die Ist-Daten sowohl des kommunalen Nahverkehrs als auch des SPNV aufzeigen. Dadurch sollen der Umstieg erleichtert und der Verbundgedanke gestärkt werden.

Im Rahmen der Aufwertung wird auch die O-Buslinie 683 der Stadtwerke Solingen verlängert. Diese endet momentan etwa 800 Meter entfernt an der Endhaltestelle der Schwebebahn. Sie wird künftig bis zum Bahnhof fahren. Obwohl der VRR Modellregion für Elektromobilität ist, ist eine zusätzliche Oberleitung nicht vorgesehen. Die Busse dieseln auf ihren letzten Metern. Darin haben die Stadtwerke Solingen Erfahrung, in Solingen-Unterburg ist das bereits seit Jahren betrieblicher Alltag.

Der Bahnhof selbst wird dabei nicht verbessert. Das Gebäude ist an vielen Stellen von Schimmel befallen, Türen sind kaputt und Fenster fehlen teilweise ganz. Auch der angrenzende Parkplatz, der von vielen Wuppertaler Ein- und Auspendlern genutzt wird, wird weiterhin nicht barrierefrei erreichbar sein.

Bild: Frank Vincentz. Lizenz: CC-by-SA 3.0

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