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S-Bahn Berlin: IGEB sieht dringenden Handlungsbedarf

18.05.12 (Berlin, Brandenburg) Autor:Jürgen Eikelberg

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2011 müssen die Fahrgäste der Regionalzüge zwischen Berlin und Potsdam auf die S-Bahn-Linie 7 umsteigen. Während diese den Winter über relativ stabil verkehrte, gibt es seit dem 29. April erhebliche Verspätungen und immer wieder Zugausfälle. Der Grund sind Bauarbeiten im Bereich Nikolassee, so dass die S7 dort bis November nur eingleisig fahren kann und zusätzlich zwischen Nikolassee und Wannsee die Fahrgäste der von Wannsee nach Nikolassee zurückgezogenen S1 aufnehmen muss.

Der Berliner Fahrgastverband IGEB sieht dringenden Handlungsbedarf und erneuert seine Forderungen, die bereits 2011 in Gesprächen mit VBB, S-Bahn und BVG eingebracht wurden:

  • Verlängerung des 10-Minuten-Taktes auf der S7 abends um rund drei Stunden bis Mitternacht. Eine solche Verlängerung des abendlichen 10-Minuten-Taktes gibt es seit dem 29. April zwar auf der S1 zum S-Bahnhof Nikolassee. Dieses Zusatzangebot nutzt den Umsteigern von Berlin Richtung Potsdam aber nichts, wenn nicht auch auf der S7 der 10-Minuten-Takt abends verlängert wird.
  • Verlängerung der in Wannsee endenden Buslinien 114 und 316 zum S-Bahnhof Nikolassee (Eingang Borussenstraße, wie einst der Bus 118 fuhr), damit die Fahrgäste dort direkt in die S1 einsteigen können. Für die Fahrgäste dieser Linien hat sich die Fahrzeit Richtung Zehlendorf/Steglitz/Schöneberg durch das Zurückziehen der S1 nach Nikolassee oft mehr als verdoppelt.
  • Darüber hinaus sind kurzfristige betriebliche Maßnahmen bei der S-Bahn zur Stabilisierung des S-Bahn-Verkehrs auf der S7 und auch auf der S1 erforderlich. Mittelfristig muss die S-Bahn-Strecke Wannsee—Potsdam Hbf zweigleisig ausgebaut werden.

Finanziert werden können die zusätzlichen Angebote aus den S-Bahn-Fahrten zum Flughafen BER, die zum 3. Juni bestellt wurden, aber bekanntlich noch nicht gefahren werden können.

 

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