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NRW: Erster Spatenstich zur Modernisierung der Linie S 6

16.05.12 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Am gestrigen Dienstag (15. Mai) haben der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Harry Voigtsberger (SPD), NRW-Bahnchef Reiner Latsch, VRR-Prokuristin Gabriele Rating sowie Essens Erster Bürgermeister Rudolf Jelinek (SPD) den symbolischen ersten Spatenstich zur Modernisierung der Linie S 6 getätigt. Vom 7. Juli bis 19. August werden die Stationen Essen-Stadtwald, Essen-Werden, Kettwig, Ratingen Ost, Düsseldorf-Rath und Düsseldorf-Rath Mitte im Rahmen der Modernisierungsoffensive 2 (MOF 2) umfassend verbessert.

Die Baukosten betragen rund zwanzig Millionen Euro. Davon stammen sechs Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen. Der Rest kommt größtenteils aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) des Bundes. Wie hoch der tatsächliche Eigenanteil der Deutschen Bahn ist, wird jedoch nicht genannt.

„Die zeitgleiche Realisierung von sechs Bahnhöfen an einer Bahnstrecke ist eine enorme Herausforderung. Doch die Anstrengung lohnt sich. Die Bahnhöfe an dieser S-Bahnstrecke werden nach der Modernisierung den Anforderungen des modernen Personennahverkehrs gerecht“ sagt Minister Voigtsberger. Und Reiner Latsch weist darauf hin, dass allein im Jahr 2012 an 21 NRW-Bahnhöfen Baubeginn für MOF 2 Maßnahmen war.

„Wir freuen uns, dass die Bahnhöfe entlang der S6 für die Fahrgäste modernisiert werden. Dies ist ein wichtiger Schritt für die gemeinsamen Bemühungen des Landes Nordrhein-Westfalen, der Deutschen Bahn und des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr hin zu attraktiven Rahmenbedingungen im Schienenpersonennahverkehr“ so VRR-Prokuristin Gabriele Rating.

Die Bahnhöfe erhalten erstmals eine Einstiegshöhe von 96 Zentimetern. Zwar will der VRR generell auf die einheitliche Höhe von 76 Zentimetern, jedoch scheint man bei der S 6 zunächst einen anderen Weg gehen zu wollen. Hier kommen ab Dezember 2014 Triebzüge vom Typ ET 422 zum Einsatz, die dann auf den Linien S 5 und S 8 freiwerden. Der Verkehrsvertrag mit DB Regio NRW endet im Dezember 2019.

Ein Kommentar

  1. Leider werden nicht alle Bahnhöfe entlang der Linie S6 modernisiert. Der Bahnhof Ratingen-Hösel wird baulich nicht verändert. Die „gemeinsamen Bemühungen für attraktive Rahmenbedingungen im Schienenpersonennahverkehr“ sehen hier seit Jahren so aus, dass man den Fussgängertunnel unter den Bahngleisen bei Regen nur mit Gummistiefeln nutzen kann, weil das Wasser knöchelhoch steht und nur langsam abläuft. Herr Minister Voigtsberger hat eigenartige Vorstellungen von „den Anforderungen des modernen Personennahverkehrs“. Die „neuen“ Gebrauchtzüge von der anderen Linien sind auch schon lange versprochen- mal sehen was bis Ende 2014 noch alles dazwischenkommt.

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