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Fahrgastzuwachs im HVV

24.05.12 (Hamburg) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) blickt zufrieden auf das Jahr 2011 zurück. Die Fahrgastzahl stieg um drei Prozent – insgesamt konnten 696,7 Millionen Fahrgastfahrten verzeichnet werden – das sind 20,4 Millionen mehr 2010. Und das obwohl das Ausgangsniveau durch den schneereichen sowohl am Anfang als auch am Ende des Jahres 2010 schon sehr hoch war.

Man liegt damit deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnittswert – denn dort stieg das Fahrgastaufkommen um nur 0,7 Prozent. Keine Angaben macht der HVV an dieser Stelle über die Entwicklung des Modal Split. Ob Bus und Bahn an der Waterkant wirklich ihren Marktanteil steigern konnten oder ob das Kundenwachstum nur das erhöhte Gesamtverkehrsaufkommen widerspiegelt, verrät man nicht.

Ein besonders hoher Zuwachs ist mit allgemeinen HVV-Zeitkarten zu vermelden, inklusive der Proficard, einem Großkundenabonnement. Hier wurde ein Anstieg von 3,7 Prozent erzielt. Das Semesterticket legte um acht Prozent zu. Hier bildet sich die Zunahme der Beschäftigten- und Studierendenzahl im Verbundraum ab. Beim Schul- und Ausbildungsverkehr jenseits des Semestertickets konnte nur ein Wachstum von 0,4 Prozent erreicht werden.

Im Verbundraum gibt es nun im Schnitt 757.000 Zeitkartennutzer, davon etwa 661.400 Abonnenten – das ist ein neuer Höchststand für den HVV. Die Fahrgeldeinnahmen stiegen um 5,7 Prozent auf 652,2 Millionen Euro. Davon resultieren 21,2 Millionen Euro aus dem Nachfragezuwachs und rund 14 Millionen Euro aus der Preiserhöhung, die im Januar 2011 durchgeführt wurde. Für das Jahr 2012 rechnet man mit einem Kundenwachstum von 1,5 Prozent.

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