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Düsseldorfer Rheinbahn mit gutem Ergebnis

02.05.12 (VRR) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Rheinbahn ist auf einem guten WegAuch im Jahr 2011 hat die Düsseldorfer Rheinbahn mehr Fahrgäste befördert und mehr Fahrgeldeinnahmen erzielt. Das Ergebnis war besser, als geplant. 29 neue Niederflurbahnen sind im Laufe des Jahres in Betrieb gegangen und haben die fast 50 Jahre alten hochflurigen Gelenktriebwagen abgelöst.

„Wir konnten 800.000 Fahrgäste mehr als im vergangenen Geschäftsjahr begrüßen, was eine Steigerung auf 215,7 Millionen Fahrgäste bedeutet“, rechnete Dirk Biesenbach, Vorstand der Rheinbahn vor und ergänzte: „Die Fahrgeldeinnahmen stiegen auf 167,9 Mio. Euro und damit um 4,9 Mio. Euro gegenüber 2010.“ Diese Zahlen stehen hauptsächlich für das aktuelle Bilanzergebnis von -53,9 Mio. Euro, was eine Verbesserung um 3 Mio. Euro gegenüber dem geplanten Wert darstellt.

Die wichtigsten Kennzahlen: Die Zahl der Fahrgäste stieg auf 215,7 Millionen (2010: 214,9). Leicht gestiegen ist auch die Zahl der Abonnenten auf nunmehr 215.300 (215.100).

Der Verlust ist vor allem durch die hohen Investition von 52,6 auf 53,9 Millionen Euro gestiegen. Damit liegt er aber unter den geplanten 56,9 Millionen. Davon trägt die Stadt Düsseldorf 40 Millionen, den Rest teilen sich der Kreis Mettmann und der Rheinkreis Neuss, in denen die Rheinbahn ebenfalls Nahverkehrsleistungen erbringt. Der Kostendeckungsgrad liegt weiterhin bei hohen 81 Prozent. Zum Vergleich, 1993 lag er bei 55,2 Prozent.

Die Fahrgeldeinnahmen stiegen auf 167,9 Millionen Euro (2010: 163 Millionen), die Investition gingen leicht auf 75,4 Millionen Euro (2010: 90,7 Millionen) zurück.

Der größte Teil der Investitionssumme geht wie schon in den vergangenen Jahren in die Fahrzeugbeschaffung, die Schieneninfrastruktur und die Erneuerung von Kommunikations- oder Organisationssystemen wie z. B. dem Betriebshofmanagementsystem. Das erneut hohe Investitionsvolumen führt zu deutlich höheren Kapitalkosten und damit zu entsprechender Ergebnisbelastung.

„Wir haben 2011 im Fahrdienst zu 122 neuen Fahrern und 58 Praktikanten überplanmäßig 25 Mitarbeiter eingestellt und ausgebildet, um den „alten“ Kollegen die Gelegenheit zu geben, im entsprechenden Umfang Überstunden abzubauen und gleichzeitig Langzeitarbeitslosen eine Chance zu geben, Fuß zu fassen. Und im Stadtbahnbereich haben im Frühjahr des letzten Jahres 8.000 Stunden Mehrleistung dafür gesorgt, dass wir den veränderten Fahrgeschwindigkeiten der U-Bahnen wegen der gestiegenen Verkehrsdichte, den stark zugenommenen Fahrgastströmen beim Ein- und Aussteigen und damit höheren Verweilzeiten an den Haltestellen, einer besseren Einhaltung und Fahrbarkeit des Fahrplans, verbesserten Wendezeiten und Pausensituationen und den Nachteilen durch die nach wie vor nicht umfassend umgesetzten ÖPNV-Beschleunigungsmaßnahmen in Düsseldorf besser Rechnung tragen“, erläuterte Klaus Klar, Vorstand und Arbeitsdirektor und verantwortlich für den Betrieb der Rheinbahn.

Klar kündigte an, dass als Qualitätsoffensive bis zum Fahrplanwechsel im Juni 2012 entsprechende Anpassungen für die Bereiche Straßenbahn und Bus folgen: „Hier werden wir mit hohem betrieblichen, finanziellen und organisatorischen Aufwand bis zu 120.000 Mehrstunden pro Jahr ins System geben – bei einer Aufwandssteigerung von 2,65 Mio. Euro. Wir werden neue Fahrerinnen und Fahrer einstellen und ausbilden und mehr Fahrzeuge bereitstellen, um die oben aufgezählten Bedingungen in diesen beiden Betriebsbereichen ebenfalls anzupassen! Höhere Pünktlichkeit und Verlässlichkeit, verbesserte Anschlüsse und eine spürbar größere Fahrplanstabilität werden nicht unbemerkt bleiben und uns neue und noch zufriedenere Kunden und gleichzeitig zufriedenere Mitarbeiter bringen“, erwartet Klar.

Ab dem „kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2012 werden 57 neue Fahrer mit zusätzlichen Bahnen und Bussen unterwegs sein. Zudem wird das Fahrplanangebot am Samstag ausgeweitet.

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