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Claus Weselsky als GDL-Bundesvorsitzender bestätigt

09.05.12 (Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat auf ihrer Generalversammlung am gestrigen Dienstag (8. Mai) Claus Weselsky für weitere fünf Jahre zum Bundesvorsitzenden gewählt. Der 53jährige übt dieses Amt seit der Pensionierung des heutigen Bundesehrenvorsitzenden Manfred Schell im Mai 2008 aus. Sven Grünwoldt wurde als Stellvertreter bestätigt, neu im Vorstand ist Thorsten Weske, bislang Vorsitzender des Bezirkes Südwest. Norbert Quitter scheidet aus dem Vorstand aus.

Claus Weselsky war bereits als stellvertretender Bundesvorsitzender unter Manfred Schell maßgeblich an der Einführung des Lokomotivführertarifvertrages bei der Deutschen Bahn beteiligt. In diesem Zusammenhang gab es in den Jahren 2007 und 2008 die größten Streiks in der deutschen Eisenbahngeschichte. Bis dahin schloss die GDL eine gemeinsame Tarifverträge mit Transnet und GDBA ab, den beiden Vorgängerorganisationen der heutigen EVG.

In seiner bisherigen Amtszeit konnte Claus Weselsky die Ausweitung des Lokomotivführertarifvertrages auf zahlreiche andere Eisenbahnverkehrsunternehmen erreichen. Es wurden Rahmentarifverträge und Betreiberwechselregelungen vereinbart. Im Vorfeld kam es zwischen der GDL und vielen Privatbahnen zu langen Auseinandersetzungen und Schlichtungsverfahren, an dessen Ende erfolgreich ausgearbeitete Kompromisse standen.

Anders als die EVG tritt die GDL für eine Trennung von Netz und Betrieb ein. Sie lehnt den integrierten DB-Konzern ab. Während die EVG dem Wettbewerb auf der Schiene kritisch gegenübersteht, wird dieser von der GDL befürwortet. Dort lehnt man auch die Forderungen des VDV nach einer Änderung des Eisenbahnrechtes ab, um Direktvergaben zu ermöglichen.

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