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BeMobility geht in die zweite Phase

25.05.12 (Berlin, Verkehrspolitik) Autor:Jürgen Eikelberg

Nach dem erfolgreichen Abschluss von BeMobility, dem deutschlandweit ersten Projekts zur Verknüpfung von öffentlichem Verkehr und elektrischen Mietfahrzeugen, ist jetzt das Folgeprojekt „BeMobility 2.0“ gestartet. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wird das Projekt weitere zwei Jahre fördern.

Die bisherigen Erkenntnisse aus BeMobility und weiteren Forschungsprojekten zeigen, dass die Elektromobilität aufgrund begrenzter Reichweiten und höherer Kosten nur in neuen Nutzungskonzepten erfolgversprechend einzuführen ist. Basis ist die bereits erfolgte Integration von elektrischen Fahrzeugen in die Carsharing-Flotte „Flinkster“ der DB und ihre Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr Berlins. Nun werden intermodale Angebote und Auskunftssysteme optimiert und erweitert. Hinzu kommt die Einbindung in intelligente Energienetze. Im Fokus von „BeMobility 2.0“ steht damit die dreifache Vernetzung von Elektrofahrzeugen in verkehrlicher, informatorischer und energetischer Hinsicht.

Konkrete Schwerpunkte des Programms sind die Entwicklung und Umsetzung tragfähiger Angebote für Carsharing mit Elektroautos. Die in Berlin bestehende stationsgebundene e-Fahrzeugflotte wird optimiert und erweitert. So wird zum Beispiel ein Angebot mit stationsunabhängiger Fahrzeugrückgabe aufgebaut. Außerdem entwickelt die DB in enger Abstimmung mit dem Berliner Senat ein Stellplatzkonzept für die öffentliche Ladeinfrastrukturen und ein Lastenheft für zukünftige Lade- und Entleihstationen in Ballungsräumen. Eine Mobilitätskarte soll den Wechsel zwischen dem öffentlichen Verkehr, Elektroautos und Leihrädern als gemeinsames Zugangs- und Abrechungsmedium vereinfachen und dadurch die Mobilität ohne eigenes Auto ermöglichen.

Um Nutzern die hierzu notwendigen Informationen bereitzustellen, werden Smartphone-Applikationen (Apps) optimiert und um zusätzliche Dienste ergänzt. Hier werden bestehende Apps, wie die BeMobility Suite, weiterentwickelt, die Echtzeitdaten zu Batterieladeständen, Ladeinfrastruktur und verfügbaren Fahrzeugen bereitstellen soll.

Unter Konsortialführung der Deutschen Bahn sind Partner aus dem Verkehrssektor, der Informationstechnik, der Energiewirtschaft, der Wissenschaft sowie das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) eingebunden. Zur verkehrlichen Integration ist die Fuhrparkgruppe der Deutschen Bahn und Contipark beteiligt.

Bild: DB AG

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