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BEG: Wettbewerb zahlt sich aus, Kundenzufriedenheit gestiegen

23.05.12 (Bayern, Verkehrspolitik) Autor:Jürgen Eikelberg

Mit der Inbetriebnahme der Mainfrankenbahn (DB Regio) sowie des Regionalnetzes Regensburg durch agilis und der damit verbundenen Umsetzung des neuen Konzeptes der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regionalverkehr in Bayern plant, kontrolliert und finanziert, ist die Zufriedenheit der Fahrgäste im Regionalbahnverkehr Würzburg und in Regensburg in fast allen Bereichen gestiegen. Dies zeigen die 2009 und 2011 durchgeführten Fahrgastbefragungen im Vergleich. Fritz Czeschka, Geschäftsführer der BEG: „Da der Betreiber der Mainfrankenbahn nach wie vor DB Regio ist, belegen die Ergebnisse umso deutlicher, dass sich der Wettbewerb im Regionalverkehr für die Fahrgäste direkt auszahlt.“

Im E-Netz Würzburg stieg die Gesamtzufriedenheit von 2,53 im Jahre 2009 auf 2,28 im Jahr 2011.

Dabei sind zum Teil gravierende Unterschiede festzustellen (Werte in Prozent)

Jahr 2009 2011
Vollkommen Zufrieden 4,1 3,9
Zufrieden 37,5 66,9
Unzufrieden 8,5 2,6
Sauberkeit außen 58,3 82,9
Sauberkeit innen 46,9 78,8
Sauberkeit Sanitäreinrichtungen 10 35,3
Fahrgastinformationen 79,7 93,3
Informationen im Störfall 64,9 54,9

 

Auch bei dem neuen Betreiber des Regensburger Netzes, agilis, stieg im Vergleich zur DB Regio die Zufriedenheit von 2,58 im Jahr 2010 auf auf 2,11 in 2011.

Die Bewertungen im Einzelnen (Werte in Prozent der Befragten):

Kriterium 2010 2012
Vollkommen zufriedenen 3,5 11
Zufrieden 38,9 66,9
Teils, teils zufrieden 52,4 20,4
Unzufrieden 4,3 0,5
Fahrgastinformationen 73 82,7

In beiden Netzen waren die Befragten mit den in der Ausschreibung geforderten Neufahrzeugen sehr zufrieden.

„Die Ergebnisse belegen, dass unsere Ausschreibungen, die klare Vorgaben an Qualität, Fahrplan, Service und Fahrzeuge enthalten, den Regionalverkehr für die Fahrgäste merklich verbessern“, so Czeschka.

Das dürfte dem Befürwortern von Direktvergaben den Wind aus den Segeln nehmen, denn auch die DB Regio kann, wenn sie will, bessere Leistungen erbringen, wenn sie über Ausschreibungen dazu „gezwungen“ wird.

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