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BEG kündigt freihändige Vergabe des RSO III-Netz an

14.05.12 (Bayern) Autor:Sven Steinke

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat im europäischen Amtsblatt eine freihändige Vergabe für den östlichen Teil des Netzes Regionalschnellbahn Ostbayern (RSO) III bekanntgegeben. Enthalten sind die schnellen Regionalexpresszüge von Hof und Bayreuth nach Lichtenfels bzw. Bamberg. Das Netz soll ab Dezember 2013 übergangsweise für vier Jahre vergeben werden, weil die gewünschten Neufahrzeuge bis zur Betriebsaufnahme nicht zur Verfügung stehen.

Aufgrund der Fahrzeug- und Werkstattsituation geht die BEG davon aus, dass nur die Unternehmen DB Regio, agilis, Erfurter Bahn und Regentalbahn in der Lage sind die entsprechenden Betriebsleistungen während der Übergangszeit zu betreiben. Deshalb wird beabsichtigt, mit diesen Betreibern Verhandlungen zu führen. Allerdings kann auch jedes andere Unternehmen sein Interesse bekunden, wenn es in der Lage ist plausibel darzulegen, dass die Leistungen wirtschaftlich sinnvoll erbracht werden können. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 ist anschließend eine langfristige Vergabe der Betriebsleistungen zwischen Würzburg, Hof und Bayreuth vorgesehen.

Zum Betrieb der Linien werden Neigetechniktriebzüge oder sehr beschleunigungsstarke Niederflurtriebzüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 Km/h gefordert. Dabei besteht die Möglichkeit einer flexiblen Zugbildung mit Sitzplatzkapazitäten von 70 bis 250 Sitzplätzen. Die Züge sollen im Stundentakt von Hof und Bayreuth mit Flügelung in Neuenmarkt-Wirsberg nach Lichtenfels bzw. alle zwei Stunden weiter nach Bamberg verkehren. Das erfolgreiche Fahrplankonzept mit Vollknoten in Lichtenfels, Bayreuth und Münchberg sowie Halbknoten in Hof, Neuenmarkt-Wirsberg und Bamberg soll bestehen bleiben.

RSO III Ost, Dez. 13 – Dez. 17, 1,6 Mio. Zkm. pro Jahr

  • RE Hof/Bayreuth – Neuenmarkt-Wirsberg – Lichtenfels
  • RE Hof/Bayreuth – Neuenmarkt-Wirsberg – Lichtenfels – Bamberg

2 Responses

  1. Das ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass man dazu offensichtlich keine Gesetzesänderung benötigt ;-)

  2. Fuer begruendete Uebergangsvergaben war das ja schon immer so.

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