Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

4.896 Euro für die Welthungerhilfe

25.05.12 (VRR) Autor:Jürgen Eikelberg

Zwei mal im Jahr versteigert die Düsseldorfer Rheinbahn Gegenstände, die in ihren Bussen und Bahnen vergessen wurden. Meist sind es kleinere Gegenstände wie Schirme, Taschen, Rucksäcke mit und ohne Inhalt, Einkaufstüten mit gerade gekaufter Kleidung ect. Aber es ist auch so manch kurioses dabei, wo man denken könnte, das vergisst doch niemand. Man muss auch sagen, die Kunden der Rheinbahn sind größtenteils ehrlich und geben gefundene Gegenstände beim Fahrer ab. Natürlich gehen die Fahrer an den Endhaltestellen auch durch die Fahrzeuge und „sammeln“ verlorene Gegenstände ein.

Das klappt erstaunlich gut. Die Fahrer geben die gefundenen Gegenstände am Ende ihrer Tour im Fundbüro ab. Dort werden die Liniennummern, der Tag und – wenn möglich – auch die Zeit notiert. Jeder Fahrgast, der in den Bussen und Bahnen der Rheinbahn etwas vergessen hat, kann sich telefonisch oder persönlich an das Fundbüro der Rheinbahn im Betriebshof Lierenfeld, Lierenfelder Str. 40 in Düsseldorf wenden (Tel.:0211. 582-1469). Die telefonische Anfrage empfiehlt sich, um zu erfahren, ob der Gegenstand tatsächlich in der Rheinbahn gefunden wurde.

Vermutlich denken aber viele Menschen, das die vergessenen Gegenstände andere  „Liebhaber“ gefunden haben und unwiederbringlich weg sind. Das erklärt auch, warum so viele Gegenstände nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist nicht abgeholt wurden.

Gut, einen Schirm kann man verschmerzen, man kauft sich eben einen neuen. Auch Handschuhe, Taschen, Rucksäcke und ähnliches kann man leicht ersetzen. Oft sind die Gegenstände auch alt und man will sich nicht die Mühe machen und für die Vergesslichkeit noch eine vorgeschriebene Gebühr zwischen 3 und 15 Euro zu bezahlen. Das aber auch Fahrräder, Kinderwagen und Rollatoren vergessen und nicht abgeholt werden, ist schon erstaunlich. Letztendlich dient es aber auch einem guten Zweck.

Alles kam gestern unter den Hammer. Frank Hölscher, Leiter des Fundbüros der Rheinbahn und gestriger Auktionator, versteigerte vor rund 50 Interessierten die Fundstücke. Zum 50. Geburtstag der Welthungerhilfe kamen 4.896 Euro als Erlös der Versteigerung zusammen. Das ist der höchste Betrag der letzten zwei Jahre, wie Heike Schuster von der Unternehmenskommunikation der Rheinbahn erklärte. Möglich, das dieser Betrag von der Rheinbahn aufgerundet wird.

In einigen Tagen wird die Rheinbahn der Welthungerhilfe den Scheck überreichen.

Bild: Jürgen Eikelberg

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.