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VMS: Höhere Fahrpreise und Leistungskürzungen

17.04.12 (Sachsen) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) beschloss in dieser Woche sowohl eine Fahrpreiserhöhung als auch Abbestellungen im SPNV. Die Preiserhöhung ist notwendig, um die stark gestiegenen Energiekosten abzubilden. Seit Januar 2010 haben sich beispielsweise die Dieselpreise um durchschnittlich 14,72 Prozent im Jahr (rund 1,23 Prozent im Monat) erhöht. Das muss aufgefangen werden.

Dazu kommen Lohnsteigerungen, die die Unternehmen und ihre Arbeitgeberverbände mit den zuständigen Gewerkschaften vereinbart haben sowie der Wegfall der Förderung von Neufahrzeugen durch den Freistaat Sachsen. Durch das neue Stationspreissystem wird der Zweckverband Mittelsachsen (ZVMS) mit jährlich zusätzlich 534.000 Euro belastet – zusätzlich zur überdurchschnittlichen Erhöhung der Trassenpreise.

Weil es daher keinerlei finanzielle Reserven mehr gibt, muss das Angebot im SPNV bereits zum 12. Juni gekürzt werden. Weil das neue Stationspreissystem erst im Herbst 2011 bekannt wurde, war es dem Aufgabenträger vorher nicht möglich, zu reagieren. Wegfallen werden die Verdichterleistungen auf der Linie RB 30 von Chemnitz nach Zwickau. Bis zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2013 werden dadurch 109.660 Zugkilometer eingespart. Das macht etwa 1,2 Millionen Euro im Jahr. Dadurch sollen die Kostensteigerungen im Infrastrukturbereich bis Ende 2013 aufgefangen werden – was danach ist, bleibt offen.

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