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Verkehrsverbund Ost-Region verzeichnet 944 Millionen Fahrgäste

07.04.12 (Europa, Österreich) Autor:Jürgen Eikelberg

Eine erfreuliche Entwicklung hat sich im Jahr 2011 in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland bei den „Öffis“ vollzogen. Die Fahrgastzahlen im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) haben gegenüber dem Jahr 2010 um 4% auf 944 Millionen zugelegt. Dabei stieg die Zahl der Einzelfahrten um 2,4%, während jene der Wochen-, Monats- und Jahreskartenfahrer deutlich um knapp 5% zulegen konnte. Die Einnahmen stiegen im gleichen Zeitraum um 3,5% auf 577 Millionen Euro.

„Ich freue mich, dass sich immer mehr Menschen in der Ostregion zur Bewältigung ihrer täglichen Wege für den Öffentlichen Verkehr entscheiden. Das schont nicht nur das eigene Budget sondern auch Nerven und Umwelt. Der hohe Spritpreis steigert das Bewusstsein, für unterschiedliche Wege den jeweils passenden Verkehrsträger zu wählen. Das ist eine große Chance für den öffentlichen Verkehr“, sagt Thomas Bohrn, Geschäftsführer der VOR GmbH.

Der VOR macht in einer Vergleichsrechnung deutlich, wie die Pendler mit dem ÖPNV sparen können. So betragen die reinen Treibstoffkosten für einen durchschnittlichen PKW von Wiener Neustadt nach Wien im Jahr 2.240 Euro – steigende Tendenz nicht ausgeschlossen. Dabei geht der VOR von einem Verbrauch von 7 Liter auf 100 Kilometer und einem Literpreis von 1,42 Euro aus. Die Jahreskarte kostet allerdings nur 1.391 Euro, das ist eine Ersparnis von 40 Prozent. Zudem kann man mit dem Jahresticket beliebig oft fahren, so der VOR. Da lohnt es sich tatsächlich, das eigene Auto stehen zu lassen.

Die Fahrgastzahlen der öffentlichen Verkehrsmittel legen weiter zu. Auch im Januar 2012 war eine Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zu verzeichnen.

„Am 1. Mai 2012 sinkt der Preis der Jahreskarte für Wien auf 365 Euro. Von diesem günstigen Tarif, aber auch vom dichten Liniennetz profitieren nicht nur die Wienerinnen und Wiener, sondern auch die Pendlerinnen und Pendler in der gesamten Ostregion. Ich erwarte mir daher für 2012 weitere Fahrgaststeigerungen und eine neues Rekordjahr für den öffentlichen Verkehr“, so Bohrn abschließend.

Ein Kommentar

  1. Man sollte beim Auto nicht nur die reinen Benzinkosten rechnen, sondern auch die Wege bzw. Zeit zur Tankstelle.

    Dann kommt noch der Wertverlust des Autos, bereits beim Kauf(!), wenn es noch nicht viel gefahren wurde ist das Auto um einiges weniger Wert!

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