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Minister Zeil fordert bessere Anbindung der Neubaustrecke Nürnberg – Erfurt

18.04.12 (Bayern, Thüringen) Autor:Stefan Hennigfeld

Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil (FDP) fordert anlässlich der Durchschlagsfeier am Rennbergtunnel der ICE-Neubaustrecke zwischen Erfurt und Nürnberg eine bessere Einbindung ins bestehende Eisenbahnnetz. Er habe sich in dieser Sache auch schon an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gewandt. Zeil kritisiert insbesondere die Planungen für die Bahnhöfe Coburg und Breitengrüßbach sowie die südliche Zulaufstrecke nach Coburg.

Zeil: „Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass der Bund in vielen Punkten nur eine minimalistische Planung umsetzen will. Das wird nicht ausreichen, um die zukünftigen Zugverbunden auf qualitativ hochwertigem Niveau und flexibel anbieten zu können. Es muss gewährleistet werden, dass die Region von der Strecke profitiert und nicht nur die Belastungen durch den Bau zu tragen hat. Der Bund darf beim Infrastrukturausbau im Raum Coburg nicht auf halbem Wege Halt machen.“

In Coburg stört den Minister, dass zwischen der Einmündung der neuen südlichen Verbindungskurve auf die Bestandsstrecke und dem Coburger Bahnhof drei, jeweils nur wenige hundert Meter lange, eingleisige Abschnitte bestehen bleiben sollten. Darüber hinaus würden die Bahnsteigzugänge in Creidlitz, die die Gleise ebenerdig queren, nicht geändert werden. „Dadurch ist ein Flaschenhals vorprogrammiert“, erklärt Zeil.

Im Bahnhof Coburg werde lediglich eine Bahnsteigkante ICE-tauglich und nur der vom ICE genutzte Mittelbahnsteig barrierefrei ausgebaut, kritisiert Zeil. „Damit wären dort weder ein barrierefreies Umsteigen noch die Begegnung zweier Fernzüge möglich“, erläutert der Minister. In Breitengüßbach solle es künftig nur noch zwei anstelle von bisher drei Bahnsteigkanten geben, womit nicht einmal das heutige Betriebsprogramm umsetzbar wäre. „Es bedarf bei diesen Themen dringend einer Detailabstimmung zwischen Bund, DB und uns. Nur so kann ein überzeugendes Gesamtkonzept erstellt werden, das für die Region die optimale Bahnerschließung bringt“, fordert der Minister.

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