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IGEB: Keine Hartschalensitze in der U-Bahn Berlin

16.04.12 (Berlin) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Berliner Fahrgastverband IGEB kritisiert das Vorhaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), bei Umbauten und Neuanschaffungen im U-Bahnbereich Hartschalensitze zu verwenden. Die IGEB-Mitgliederversammlung lehnte das als Rückschritt ab und bezeichnete das Komfortniveau als „unterhalt der Holzklasse“. Die BVG erhofft sich damit, mehrere hunderttausend Euro im Jahr einzusparen, weil diese Sitze weniger vandalismusanfällig seien.

Für den Fahrgastverband ist das, insbesondere bei längeren Fahrten, unzumutbar. Zum einen wegen des geringen Komforts, zum anderen weil man auf der glatten Kunststoffoberfläche nicht stabil sitze, was insbesondere beim Beschleunigen und Bremsen zum Tragen komme. Zudem gerieten Fahrgäste im Sommer leichter ins Schwitzen.

Deshalb fordert man den Senat als Aufgabenträger dazu auf, diesem „Komfortrückschritt“ einen Riegel vorzuschieben. So wie die BVG die Fahrgäste bei der Anschaffung der Straßenbahnen vom Typ Bombardier Flexity mit einbezogen hat, sollte das auch bei der Neugestaltung des U-Bahn-Rollmaterials passieren. Zudem weist man darauf hin, dass verschiedene Verbände auch bei der derzeit laufenden Diskussion um die neuen S-Bahn-Triebzüge eingebunden seien. Warum also nicht auch bei der U-Bahn?

Ein Kommentar

  1. Das Unding mit den Hartschalensitzen hat die KVB in Köln auch gemacht… nur das dort mittlerweile die blaue Farbe am am abblättern ist.

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