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EVG fordert Steuerbefreiung der Schiene

20.04.12 (Güterverkehr, Verkehrspolitik) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert einen zügigen Ausbau der Eisenbahninfrastruktur in Deutschland. Dazu sollen insbesondere die deutschen Zulaufstrecken zu den alpenquerenden Magistralen fertiggestellt werden. Darüber hinaus fordert man eine Befreiung von Schienenfahrzeugen von der Strom- und Ökosteuer sowie der Mineralölsteuer um die umweltfreundliche Schiene zu fördern.

„Anders werden die vorausgesagten Zuwächse im Güterverkehr nicht zu bewältigen sein“ so EVG-Vorstandsmitglied Martin Burkert. „Wenn diese Verkehre erst einmal auf der Straße landen, kann man sie nur schwer auf die Schiene lenken. Deswegen muss jetzt gehandelt werden.“ Deshalb müsse man jetzt die Zulaufstrecken zum Gotthardt- und Brenner-Basistunnel sowie die Seehäfen-Hinterland-Verbindungen fertigstellen. „Die europäischen Güterverkehrsströme der Zukunft werden auf der Schiene verlaufen. Es wäre blamabel, wenn ausgerechnet Deutschland hier die Engpässe produzieren würde“ so Burkert.

Dabei weist er auch auf die Umweltfreundlichkeit der Eisenbahn hin. „Der Gütertransport auf der Schiene ist gelebte Elektromobilität.“ Bereits heute werden neunzig Prozent des Schienengüterverkehrs mit elektrischer Traktion betrieben, wovon bis zu zwanzig Prozent aus erneuerbaren Energien stammen. Der Rest kommt jedoch noch immer aus Kohle- und Atomkraftwerken. Trotzdem: „Emissionsfreier Verkehr ist auf der Schiene keine leere Vision mehr, sondern kann bald Realität werden. Das muss entsprechend gefördert und gewürdigt werden.“

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