Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

Die grüne Bahncard kommt

10.04.12 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Deutsche Bahn (DB) bietet von 16. April bis zum 30. Juni 2012 eine Probe BahnCard 25 mit 100 Prozent Ökostrom für die 2. Klasse an. Mit einem Aufschlag von vier Euro, sie kostet dann 29 statt 25 Euro, verspricht die DB den Einkauf von Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen, der zusätzlich in das Bahnstromnetz eingespeist wird. Inbegriffen ist außerdem der Neuanlagenbonus, ein Beitrag für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland.

„Mit der neuen Probe BahnCard 25 mit 100 Prozent erneuerbaren Energien erweitern wir konsequent unser Angebot für Privatkunden Richtung CO2-freies Reisen. Unabhängig davon, dass Bahnfahren heute schon sehr umwelt- und klimafreundlich ist, wollen wir mit diesem Angebot einen zusätzlichen Beitrag für die Umwelt leisten“, so Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der DB.

Die Probe BahnCard 25 mit 100 Prozent erneuerbaren Energien gewährt vier Monate 25 Prozent Rabatt auf den Normalpreis und die Sparpreise. Sie ist in allen DB Reisezentren und DB Agenturen und auf www.bahn.de/bahncardgruen erhältlich. Nach Ablauf der vier Monate geht sie in ein BahnCard 25-Abo mit 100 Prozent Ökostrom über, kann jedoch sechs Wochen vor Ablaufende gekündigt werden.

10 Responses

  1. KundInnen der ÖBB können sich beruhigt zurücklehnen und ohne Aufpreis CO2-frei fahren. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger am ÖBB-Bahnstrom beträgt schon jetzt weit über 90 % (bei der DB noch unter 30 %).

    Der ÖBB-Traktionsenergiebedarf wird derzeit zu etwa 93 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern gedeckt; der überwiegende Teil stammt aus Wasserkraft, etwa sechs Prozent aus zugekaufter Windenergie und Biomasse. Durch den ÖBB-Bahnverkehr werden jährlich bis zu 3,4 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Zum Vergleich: Eine Fahrt mit dem Pkw verursacht rund zehnmal mehr CO2-Emissionen als die Fahrt mit der Bahn, ein Gütertransport mit dem Lkw sogar 21-mal mehr als der entsprechende Transport auf der Schiene.

  2. Pingback: Jetzt mit 100 Prozent Ökostrom reisen: Die Probe BahnCard 25 – die-news.de | Umweltschutz im Alltag

  3. Achja, ich zahle also vier Euro mehr, damit die DB ein bisschen mehr Geld auf der Bank hat und sich dann in aller Ruhe überlegen kann, ob sie von dem vielen vielen Geld der gutgläubigen Bürger ein paar Windparks bauen ?
    Als ob der Strom des einen Fahrgastes, der mit dem Ticket fährt, aus dem Windrad extra wegen des Tickets in den Zug umgeleitet würde…

  4. Umgeleitet wird der Strom nicht extra für den Ökofahrgast. Er wird nur bilanztechnisch so verbucht. Dann wird der dreckige Strom von dem Ökobahncardbesitzer eben auf die normalen Bahncardbesitzer umverlagert. Aber eben nur auf dem Papier, in Wirklichkeit erhalten alle Fahrgäste durch das gesamtdeutsche Bahnstromnetz den selben Energiemix.

  5. Österreich hat einfach viel mehr Wasserkraft als Deutschland, von daher versständlich dass die ÖBB mehr Wasserkraftanteil hat… ein paar Wasserwerke in Deutschland gibt es ja schon, zum Teil sind in der Hand der Deutschen Bahn.

  6. Haben Sie Neuanlagenbonus überlesen? Da wird nicht der Strom umetikettiert, sondern neue Anlagen für errichtet und der Strom aus den neuen Anlagen bezogen!

  7. In zehn Jahren wenn die Anlagen mal fertig sind vielleicht, aber vorher wird nur dem normalen Bahncardbesitzer ein Teil des Ökoanteils bilanztechnisch weggenommen.

  8. Pingback: Jetzt mit 100 Prozent Ökostrom reisen: Die Probe BahnCard 25 – newstix | Shantaltrotter

  9. Pingback: Bahnfahren soll grüner werden – sueddeutsche.de | Hasen Chat Wissen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.