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ZRL: Bahnhofstest ergibt Mängel bei Kundeninformation

22.03.12 (NWL) Autor:Stefan Hennigfeld

In der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Ruhr-Lippe (ZRL) wurden die Ergebnisse der Qualitätserhebung für 76 Bahnhöfe vorgestellt. Die Erhebung fand in drei Wellen statt und hat die vorhandenen Mängel an den Zugangsstationen erfasst und bewertet. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung, die der Aufgabenträger in den kommenden Woche mit DB Station und Service näher erörtern möchte.

Bewertet wurden die Bereiche Kundeninformation (Beschildung, Fahrplan, Liniennetzplan, Uhr, Vitrinen), technisch-bauliche Anlagen (Beleuchtung, Aufzug, Rampe), Aufenthaltsqualität (Wetterschutz, Sitzgelegenheit, Abfallbehälter) und das Erscheinungsbild insgesamt (Sauberkeit, Vandalismusschaden). Im Ergebnis wurden zwanzig Stationen mit sehr gut bewertet, 51 erhielten die Note akzeptabel und fünf ein nicht ausreichendes Ergebnis.

Hauptgrund für schlechte Ergebnisse sind fehlende oder unzureichende Kundeninformation. Bei 36 Bahnhöfen und Haltepunkten sind diese nicht ausreichend. Die Ergebnisse decken sich auch mit den regelmäßigen Kundenzufriedenheitsmessungen unter den Fahrgästen. Auch hier ist der Punkt Fahrgastinformation deutlich schlechter als andere Merkmale wie Pünktlichkeit und Servicepersonal. Die Sauberkeit hat sich im Vergleich zur letzten Erhebung verbessert.

Auf Grundlage dieser Ergebnisse werden jetzt konkrete Forderungen erarbeitet. „Auch vor dem Hintergrund der seit 2011 deutlich gestiegenen Stationspreise in Westfalen werden hier deutliche Verbesserungen erwartet“ sagt Verbandsvorsteher Thomas Gemke. Im Rahmen der neuen Systematik des Stationspreissystems der Deutschen Bahn ist man in der Region Westfalen mit zusätzlich sieben Millionen Euro im Jahr belastet worden.

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