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Ver.Di und BVG erzielen Tarifabschluss: Keine weiteren Streiks

01.03.12 (Berlin) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.Di) haben sich am gestrigen Mittwoch (29. Februar) auf einen neuen Tarifabschluss geeinigt. Weitere Streiks sind damit ausgeschlossen. Die Löhne steigen rückwirkend zum 1. Januar um 2,6 Prozent, der 24. Dezember wird als Feiertag gewertet. Die Verkehrsdienstzulage für Neubeschäftigte wird von 75 auf 100 Euro erhöht. Der Tarifvertrag läuft 18 Monate bis zum 30. Juni 2013.

Insgesamt wird der Abschluss die BVG eine Million Euro mehr kosten. BVG-Chefin Sigrid Nikutta: „Auf der einen Seite bin ich natürlich froh, dass es nun zu einem Tarifabschluss gekommen ist und insbesondere unsere Fahrgäste die Sicherheit haben, dass es keine weiteren unnötigen Streiks gibt. Persönlich kann ich sehr gut verstehen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr Geld wollen und ich gönne es ihnen von ganzem Herzen. Auf der anderen Seite muss in genauso offen sagen: Eigentlich kann sich weder die BVG noch Berlin diesen Tarifabschluss leisten.“

Sie verweist darauf, dass die BVG allein im Jahr 2011 einen Verlust von siebzig Millionen Euro gemacht hat. Nikutta: „Ich bin optimistisch, dass der schmerzhafte Kompromiss dennoch ein guter Kompromiss ist. Denn er wird alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motivieren, das Beste für unsere Kunden zu geben und damit das Unternehmen wirtschaftlich auf dem richtigen Kurs zu halten. Mit den motivierten, einsatzbereiten und freundlichen Mitarbeitern wird es uns gelingen – trotz der Millionen, die wir jetzt zusätzlich brauchen unser Ziel zu erreichen. 2016 wollen wir erstmals kein Geld bei einer Bank aufnehmen – also eine schwarze Zahl schreiben.“

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