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Nordbahn soll zweites Los des Netz Mitte gewonnen haben

20.03.12 (Schleswig-Holstein) Autor:Sven Steinke

Nach verschiedenen Medienberichten soll sich die nordbahn in der Ausschreibung um das Netz Mitte den Zuschlag für das Los B gesichert haben. In dem Los sind die Regionalbahnen von Hamburg nach Itzehoe und Wrist enthalten. Das Tochterunternehmen von AKN und BeNEX betreibt bisher in Schleswig-Holstein im Rahmen des Netz Nord schon die Linien Bad Oldesloe – Neumünster und Neumünster – Heide – Büsum. Offiziell soll die Vergabeentscheidung erst nach Ablauf der zweiwöchigen Einspruchsfrist bekannt gegeben werden.

Das Los A des Netz Mitte mit den Expresslinien von Hamburg nach Kiel und Flensburg wurde bereits vor mehreren Wochen an die Regionalbahn Schleswig-Holstein einer DB Regio-Tochter vergeben. Die Vergabe des Los B verzögerte sich allerdings, weil in der ersten Ausschreibungsrunde kein wirtschaftlich tragfähiges Angebot hervorgegangen war. Daraufhin startete die zuständige Landesweite Verkehrsservicegesellschaft (LVS) eine erneute Ausschreibungsrunde mit veränderten Rahmenbedingungen.

Los B, Dez. 2014 – Dez. 2027, ca. 1,6 Mio. Zkm. pro Jahr

  • Hamburg – Elmshorn – Glückstadt – Itzehoe
  • Hamburg – Elmshorn – Wrist

9 Responses


  1. Bahnkundiger
    20.03.12 um 20:40

    Erfreulich für den Wettbewerb ist, dass hier nicht wieder Regio Nord gewonnen hat. Mal schauen, wo die Nordbahn die etwa ein Dutzend Triebwagen abstellen und warten wird. Ich vermute mal, es gibt da bereits Pläne.


  2. Geplagter Fahrgast
    20.03.12 um 20:46

    Sehr gut! Bislang ist es immer besser geworden, wenn der DB Linien entzogen worden sind und statt dessen Private zum Zuge kamen. Die Mitarbeiter der Privatbahnen haben einfach eine andere Einstellung als die bei der DB. Deshalb hoffe ich, dass die Gewerkschaften sich nicht durchsetzen können und die DBler durch leistungsbereite Leute ersetzt werden.

  3. Kollege lass die doch motzen, sollen doch die tollen Privaten Evu’s doch die Strecken gewinnen, mit den tollen Löhnen und den super Schichten finden die doch an jeder Strassenecke Lockführer HHHAAAAHHHHAAAA

  4. Kollege, wenn einer so anfaengt, brauchst gar nicht erst diskutieren… Laecheln und winken und sich seinen Teil dazu denken.

  5. Wer keine Ahnung hat sollte besser nur lesen. Wir DB Mitarbeiter sind wahrscheinlich die faulsten Menschen der Bundesrepublik Deutschland. Super-dann kann ich morgen um 03:45 Uhr liegen bleiben und nicht die ewigen DB Nörgeler pünklich zur Arbeit fahren. Dann erkläre ich meiner Familie das mein Arbeitsplatz bald an einen anderen Betreiber übergeht-Klasse. Also Haus verkaufen, dem Kind eine neue Schule suchen und weil es so schön ist, der Frau gleich einen neuen Arbeitsplatz mit. Bei der DB sind wir ja alle Großverdiener also Gehirn einschalten und überlegen. Ach übrigens ich kenne einige Lokführer der Privaten EVU`s die die Prüfung bei der DB nicht geschafft haben weil sie wahrscheinlich so gut waren.

    Gute Nacht

  6. @ 111001

    In gewisser Weise kann ich dem geplagten Fahrgast nur zustimmen. Es ist im Nahverkehr tatsächlich für den Fahrgast besser geworden. Wenn ich mir den Zustand der DB Regio vor den Ausschreibungen ansehe, war es eine reine Katastrophe.

    Mittlerweile scheint die DB Regio NRW aber lernfähig geworden zu sein, es ist zugegebener Maßen besser geworden. Es ist aber immer noch nicht zu 100 Prozent zufrieden stellend.

    Wie ich aber aus anderen Quellen weiß, sind die Mitarbeiter mit den gestiegenen Anforderungen nicht zufrieden. Das kann mich als Kunde aber nicht stören. Ich verlange für 100 Prozent Geld auch 100 Prozent Leistung!


  7. Heinz Becker
    22.03.12 um 08:34

    Ich verlange für 100 Prozent Geld auch 100 Prozent Leistung!

    Man muß es auch umgekehrt sehen: für 100% Leistung muß es auch 100% Geld geben. Und da sieht es im Bahnbereich z. T. schon sehr mau aus.

    Nur zwei Beispiele:
    Das oft beklagte „versiffte Rollmaterial“ wird ja nicht von denjenigen Kollegen gereinigt, die mit Streiks à la GDL massiven öffentlichen Druck aufbauen können. Dementsprechend gering sind die Motivation, diesen Job überhaupt zu machen bzw. gut zu machen und die Arbeitsergebnisse.

    Bei Dienst- und Betriebsplanern wird als Einstellungsvoraussetzung in sämtlichen Stellenausschreibungen der letzten Jahre ein Hochschulabschluß (mindestens FH) gefordert. Trotzdem bekommt man in vielen Unternehmen auf diesen Posten deutlich weniger Gehalt als das Grundgehalt (d.h. ohne Zuschläge) der „Fahrenden“. Folgerichtig hat man da auch eine grundsätzlich andere Einstellung, was bei Dienst- und Umlaufplänen oder kurzfristigen Dispositionentscheidungen zumutbar ist. Die Auswirkungen auf Betriebsklima und Motivation sind vorstellbar – werden aber erst nach längerer Zeit nach außen sichtbar. So dürfte z. B. die schon genannte HLB ihren Vorsprung gegenüber DB Regio abgebaut haben.


  8. Bahnkundiger
    23.03.12 um 22:27

    Hier ging es bei der Bestellung wohl hauptsächlich um die Fahrzeuge. Regio Nord wollte mit renovierten 425 antreten. Diese Fahrzeuge kann man anderswo gar nicht mehr anbieten: Zu laut und unbequem. Durch den Talent 2 werden viele davon frei und überflüssig.Die Nordbahn wird mit neuen Flirts fahren: deutlich besser und leiser. Gute Entscheidung im Sinne der Fahrgäste, denke ich!

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