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Hundert Millionen Euro für den Dortmunder Hauptbahnhof

28.03.12 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Deutsche Bahn und das Land Nordrhein-Westfalen haben sich auf eine Fortführung der Modernisierung des Dortmunder Hauptbahnhofes geeinigt. Schwerpunkt werden die barrierefreie Erschließung sämtlicher Bahnsteige, die Erweiterung des Hauptpersonentunnels sowie eine verbesserte Zugangssituation zum Stadtbahnbereich sein. Der Nordeingang wird vollständig erneuert.

Vorbehaltlich der Zustimmungen durch die Gremien wird die Entwurfsplanung kurzfristig vorangetrieben, so dass der Baubeginn 2016 erfolgen könnte. Der Dortmunder Hauptbahnhof ist der wichtigste Eisenbahnknoten im östlichen Ruhrgebiet und gehört mit 130.000 Besuchern am Tag zu den Top 21 in Deutschland. Die Modernisierung soll auch im Hinblick auf den Rhein-Ruhr-Express erfolgen – dessen Realisierung ohne moderne Zugangsstationen kaum vollständig sein kann.

Das derzeitige Empfangsgebäude stammt aus den 50er Jahren und wurde bereits zwischen 2009 und 2011 für 23 Millionen Euro saniert. Wegen der damals völlig unklaren Planungssituation für die Verkehrsführung im Rahmen des Rhein-Ruhr-Express waren weitergehende Maßnahmen seinerzeit nicht möglich.

Die großen Glasbilder an der Eingangshalle sind originalgetreue Kopien, die ursprünglichen Bilder sind im Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen zu besichtigen. Sie zeigen Brückenbauer, Stahlarbeiter und Bierbrauer und sollen die historisch wichtigsten Wirtschaftszweige der Westfalenmetropole symbolisieren.

3 Responses

  1. Ich sehe nicht ganz den Zusammenhang zwischen „kurzfristiger Vorantreibung“ und „Baubeginn 2016“. Das ist in 4 Jahren!
    Dieser Bahnhof ist einfach nur peinlich für die Stadt und ärgerlich für alle, die ihn tagtäglich benutzen müssen.


  2. Bahnfreund
    28.03.12 um 13:23

    Der Zustand ist inzwischen so schlecht, dass man noch nicht mal mehr einen Koffer den Gang entlangziehen kann ohne dass man aufpassen muss das er umkippt aufgrund der „Schlaglöcher“ im Boden!


  3. Heinz Becker
    29.03.12 um 08:06

    Ich sehe nicht ganz den Zusammenhang zwischen “kurzfristiger Vorantreibung” und “Baubeginn 2016?.

    Es gibt aber einen Zusammenhang zwischen „Entwurfsplanung“ und „Baubeginn 2016“.
    Wer nicht weiß, was er bauen will (bzw. meint, sich leisten zu können) kann weder einen Planer noch eine Baufirma beauftragen – geschweige denn Gleissperrungen nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur anmelden (z. T. mehr als 26 Monate vor Inkrafttreten des betroffenen Jahresfahrplans erforderlich).

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