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GDL NRW begrüßt Kooperation zwischen DB AG und RAG

26.03.12 (Nordrhein-Westfalen) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Bezirksvorstand Nordrhein-Westfalen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) begrüßt die in der vergangenen Woche geschlossene Kooperation zwischen der Deutschen Bahn und der Ruhrkohle AG. Bezirksvorsitzender Frank Schmidt ist zufrieden: „Das ist nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, sondern es zeigt auch, dass die DB AG dauerhaft in NRW Geschäfte machen will und an diesem Standort festhält.“

Trotzdem sieht der Gewerkschafter die Personalsituation nach wie vor kritisch. „Der Weg ist angefangen, aber die DB AG muss aufpassen, denn sich erfahrene Arbeitskräfte aus einer sterbenden Branche zu holen ist das eine, zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber es muss auch kontinuierlich den Berufseinsteigern Chance auf einen Arbeitsplatz gegeben werden, sonst verschleppt man nur den demographischen Wandel.“

Bis 2020 muss die Deutsche Bahn konzernweit etwa 80.000 Leute neu einstellen. Angesichts sinkender Schülerzahlen ein schwieriges Unterfangen. Der Facharbeitermangel zeigt sich auf der Schiene bereits seit längerer Zeit, bundesweit wird immer wieder über Zugausfälle berichtet. Derzeit fehlen in Deutschland nach GDL-Angaben etwa achthundert Triebfahrzeugführer.

Interessierte Bergmänner, die beim Auslaufen des deutschen Steinkohlebergbau Ende 2018 keine Verrentungsmöglichkeit haben, können jetzt bevorzugt zur Deutschen Bahn wechseln. Diese erhofft sich dadurch langfristig qualifizierte Fachkräfte. Wer einen gewerblich-technischen Beruf unter Tage gelernt hat, der kann diesen in ähnliche Form auch bei der Eisenbahn ausführen. Auch Verwaltungsmitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz über Tage haben, können bevorzugt zur Bahn wechseln.

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