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Fernbuslinie Luxemburg – Frankfurt startet am 20. März

06.03.12 (Europa, Hessen, Rheinland-Pfalz) Autor:Jürgen Eikelberg

Ab dem 20. März 2012 bietet das luxemburgische Busunternehmen Voyges Emile Weber in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Trier Direktverbindungen von Luxemburg zum Flughafen Frankfurt und zum Frankfurter Hauptbahnhof an. Der DeLUX-Express fährt Montags bis Freitags 16 mal, am Wochenende sieben Mal am Tag.

Die Route führt von Luxemburg über Trier, Birkenfeld, Kaiserslautern, Mainz und dem Frankfurter Flughafen zum Hauptbahnhof Frankfurt.

„Der neue Fernbus fügt sich hervorragend in die Unternehmensstrategie von Voyages Emile Weber ein.“, so Roland Heinisch, Geschäftsführer von Voyages Weber. „Wir freuen uns, dieses Projekt mit den Stadtwerken Trier durchführen zu können, mit denen uns eine seit Jahren gewachsene Kooperation verbindet.“Das Angebot des DeLux-Express wurde für eine breite Nutzerschicht geschaffen, für Berufspendler, Studierende oder Touristen.

„Besonders wichtig ist es uns, dass unsere Fahrgäste ihr Ziel umsteigefrei erreichen. Wir können auch Verbindungen in Fahrplanlagen bieten, in denen andere Anbieter ihren Fahrplan ausgedünnt haben.“, so Frank Birkhäuer, Geschäftsführer der SWT Stadtwerke Trier Verkehrs-GmbH.

Die Busse des DeLux-Express bieten einen besonderen Komfort in Linienverkehr. Ein großer Sitzabstand ermöglicht das Arbeiten oder ein entspanntes Reisen. Stromversorgung am Sitzplatz oder ein Kaffee für Zwischendurch runden das Angebot ab. Alle Busse sind voll klimatisiert und mit Toiletten ausgerüstet.

Fahrkarten gibt es im Internet unter www.delux-express.de bis zu 15 Minuten vor der Abfahrt des Busses. Außerdem an über 400 Vorverkaufsstellen. Im Fahrpreis ist die Reservierung für den Sitzplatz enthalten. Ferner kann man die Fahrkarten für einen Aufpreis von fünf Euro auch spontan beim Fahrer erwerben. Da jeder Fahrgast nach den gesetzlichen Bestimmungen einen Sitzplatz haben muss, kann es allerdings sein, dass der Bus ausgebucht ist.

7 Responses


  1. Bahnfahrer
    06.03.12 um 15:13

    7 Abfahrten am Tag sind schon ein Angebot und auch eine Alternative zur Bahnfahrt. Da die DB ja die IC-Verbindungen auf der Moselstrecke bis auf zwei reduziert hat, ist zu erwarten, dass das Angebot zwischen Frankfurt und Luxemburg genutzt wird, vor allem, wenn auch Zwischenhalte mit bedient werden.

    Da es keinen flächendendeckenden Fernverkehr auf der Schiene mehr gibt oder nur noch Reste davon, werden diese Angebote zunehmen, zu Lasten der Eisenbahn, die eigentlich für solche Entfernungen und Verbindungen geeignet ist.


  2. Bahnfahrer
    06.03.12 um 15:14

    Korrektur 16 Abfahrten pro Tag sind schon ein Angebot.

  3. Zahlen die Busse eigentlich Maut oder werden die hier subventioniert?

  4. Die Busse zahlen keine Maut. Wenn man dies als Subvention gegenüber dem Schienenpersonenfernverkehr sieht, kann man dies so sehen, schließlich zahlt dieser eine Maut und Stationsgebühren in einem gehörigen Ausmaß.

    Außer der Mautbefreiung gibt es, soviel ich überblicken kann keine Subventionen.
    @andere: Korrigiert mich, falls ich Mist schreibe.


  5. Heinz Becker
    07.03.12 um 08:27

    Busse zahlen in Deutschland genauso wie Pkw grundsätzlich*) keine Benutzungsentgelte für die Infrastruktur – im Gegensatz zum Lkw, zur Bahn oder zum Flugzeug. Für Herstellung und Instandhaltung der Infrastruktur (ggf. bis zum Mast für das Haltestellenschild) ist ausschließlich die öffentliche Hand verantwortlich. Nur Haltestellenschild und Fahrplanaushang muß der Busunternehmer in eigener Verantwortung aufkommen.

    *) grundsätzlich im juristischen Sinne, d. h. es kann in besonderen Einzelfällen Ausnahmen geben – derzeit nur bei PPP-Projekten wie z. B. dem Herrentunnel in Lübeck (mautpflichtiger Bundesstraßentunnel).


  6. Beobachter
    07.03.12 um 08:38

    @ frank

    Warum immer die Verdrehung von Begriffen, wenn es um Maut für Reisebusse geht.Reisebusse gehören zum Personenverkehr, der ist nicht Mautpflichtig.

    Aus Wikipedia:

    Eine Subvention (von lat. subvenire = zu Hilfe kommen) ist eine vermögenswerte Zuwendung eines Verwaltungsträgers oder des Staates an natürliche oder juristische Personen ohne marktmäßige Gegenleistung, die der Förderung eines im öffentlichen Interesse liegenden Zwecks dient.

    Per Definition ist Nichterhebung von Maut für den Personenverkehr keine Subvention.

    Subventionen erhält aber die Bahn in Form des LuFV und den Regionalisierungsgeldern. Die Trassen- und Stationspreise sind nicht mit der Maut gleichzusetzen, das die Bahninfrastruktur privaten Unternehmen (DB Netz AG, DB Station & Service) gehört.

    Wenn die Busse über eine Mautpflichtige Privatstraße fahren, zahlen sie selbstverständlich auch Maut an den Betreiber der Straße.


  7. Heinz Becker
    07.03.12 um 09:33

    @ Beobachter:

    Das wesentliche Alleinstellungsmerkmal des Straßenverkehrs ist aber, daß er eine brauchbares Verkehrsleistung erbringen kann, ohne öffentliche Infrastruktur in Privateigentum zu nutzen, während die gesamte öffentliche Eisenbahninfrastruktur, Flughäfen, Binnen- und Seehäfen in Privateigentum ist (genauer gesagt Eigentümern in privater Rechtsform gehören).

    Dementsprechend heißt das Schlagwort – richtig erkannt – nicht Subvention, sondern „Gleichbehandlungsgrundsatz“ (oder EU-deutsch „Nichtdiskriminierung“) ;-) …

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