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Zweiter Bauabschnitt zum Wiederaufbau der Weißeritztalbahn gesichert

01.02.12 (Sachsen) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Weißeritztalbahn in Sachsen ist eine der ältesten Schmalspurbahnen Deutschlands. Sie führt von Freital-Hainsberg bei Dresden durch das Tal der Roten Weißeritz nach Kipsdorf im Osterzgebirge. Bei dem verheerenden Hochwasser 2002 wurde die Strecke schwer beschädigt. Nach sechs Jahren Wiederaufbau ist sie seit 2008 bis Dippoldiswalde wieder in Betrieb.

Nun hat das sächsische Kabinett dem Weg frei gemacht, für den weiteren Wiederaufbau nach Kipsdorf. „Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss kann der Wiederaufbau der Weißeritztalbahn bis Kipsdorf zügig begonnen werden. 2014 soll die beliebte Schmalspurbahn wieder auf der gesamten Strecke zwischen Freital-Hainsberg und Kipsdorf rollen“, so Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP).

Um den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn jetzt zügig beginnen zu können, hat das Kabinett heute grünes Licht für den Abschluss eines entsprechenden Vertrages zur Finanzierung der Planungs- und Bauleistungen zwischen dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft gegeben.

Alle förderfähigen Planungs- und Investitionsmittel, die für den Wiederaufbau des 2. Bauabschnitts erforderlich sind, wird der Freistaat Sachsen zur Verfügung stellen. Für den Wiederaufbau des 2. Bauabschnitts stehen 15,2 Millionen Euro zur Verfügung

Bild: Harald Weber (Lizenz: CC-by-sa)

3 Responses

  1. Dran glauben tue ich erst, wenn ich in Kipps einsteige und der Zug fährt ab! Schon mal die Infrastruktur dort angesehen? Nichts ist, wie es mal vor 10 Jahren war. Aber ich würde gerne mal wieder durchfahren und nicht ab der Hälfte mit dem Bus fahren müssen.


  2. Jürgen Krantz
    01.02.12 um 19:41

    Die Notiz von heute über die Sicherstellung der Finanzierung des zweiten Bauabschnitts gibt Anlaß zu der Hoffnung, dass die wunderschöne Weisseritztalbahn wirklich wieder bis Kipsdorf dampfen kann. Das wünscht sich ein Schmalspurfan aus Baden-Württemberg, um den herum mit Bottwartal- und Zabergäubahn die Schmalspurherrlichkeit bis auf die Denkmallok 99 651 in Stein-heim/Murr seit über 40 Jahren verschwunden ist.

  3. Ich verstehe nicht, wie sich dieser Zug trotz Extratarifs halten kann: Für 15 km von Dippoldiswalde nach Hainsberg braucht er geschlagene 45 min, mit Anschluss nach DD Hbf benötigt man von Dippoldiswalde 70 min, mit dem Bus weniger als 40 min. Als Ausflugsverkehr am Sonntag oder um am Samstag zum Einkaufen nach DD zu fahren, das kann ich gut verstehen, aber jeden Tag als offenbar kohlegefeuerter Dampfzug im Zweistundentakt? Für Pendler kann ich mir attraktivere und wirtschaftlichere Angebote vorstellen: Stundentakt mit Dieseltraktion und direktem Anschluss an die S-Bahn, am WE zusätzlich Dampfzüge. Damit wäre auch der langfristige Erhalt der Strecke gesichert.

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