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Mofair: Offener Brief an Ministerpräsidentin des Saarlandes

21.02.12 (Saarland) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Privatbahnverband Mofair e.V. nimmt die Forderungen der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), einen fragwürdigen Deal mit DB Regio zu machen, zum Anlass um der Landesfürstin einen offenen Brief zu schreiben, die in Kopie auch an ihre Kollegen Kurt Beck (SPD) aus Rheinland-Pfalz und Winfried Kretschmann (Grüne) aus Baden Württemberg gehen.

Schreiben an Kramp-Karrenbauer

6 Responses

  1. Ich kann es wie mofair ebenfalls nicht fassen, was Frau KK da angeblich von sich gegeben hat. Ich frage mich, 1. welchen Vorteil sie sich von einer Nachverhandlung verspricht und 2. warum sie ihre Meinung offen kundtut. Wird als Ergebnis der Ausschreibung eine DB-Werkstatt im Saarland geschlossen oder der DB-Standort Saarbrücken geschwächt?

  2. Die DB hat nur eins von 2 Teillosen gewonnen, und zwar das eher unwichtigere „RB-Netz“. Das RE-Netz geht an die Netinera.
    In diesem Los ist genau eine Linie, die nach Saarbrücken fährt.
    Aufgrund dieser für die DB wegfallende Linie braucht die DB irgendein Bahnbetriebswerk im Saarländle nicht mehr.


  3. Peter Muellers
    21.02.12 um 20:00

    Offenbar hat mofair die Pressemeldungen nicht richtig gelesen. In dem offenen Brief wird behauptet, dass in der Presse gestanden hätte, dass das Vergabeverfahren abgeschlossen ist. Das ist nicht der Fall. Das Vergabeverfahren ist erst abgeschlossen, wenn alle Zweckverbände einer Vergabeentscheidung zugestimmt haben. Das ist bisher nicht geschehen. Warum sollte die Politik, wenn die DB ein besseres Angebot vorgelegt hat als die Konkurrenz aus dem abgeschotteten Markt Italien, existierende Arbeitsplätze vernichten? Die Italiener sollen erst mal vor ihrer eigenen Haustür kehren.

    Die „Fähigkeit“, nur das zu lesen was man will, kommt offenbar dadurch, dass die Mitglieder von mofair hauptsächlich Tochterunternehmen von Konzernen aus Ländern sind, wo das Wort Wettbewerb klein geschrieben wird. Hier sollte mofair mal anpacken und nicht versuchen die Preise in Deutschland hochzuschrauben, damit private ausländisch dominierte Konzerne sich die Taschen voll machen und deutsche Arbeitnehmer um ihren Arbeitsplatz bangen müssen!

    Wer Pressemeldungen nicht richtig lesen kann, ist im übrigen ein schlechter Manager. Ich hoffe hier stehen bald Gehaltskürzungen und Entlassungen bei mofair an.


  4. Beobachter
    21.02.12 um 23:18

    @ Peter Muellers

    Selbstverständlich wir die Regentalbahn (Nentinera) nur noch mit ausländischen Personal fahren, die fliegen jeden Tag von Italien ein.


  5. Tegtmeier
    21.02.12 um 23:57

    Auch in Deutschland wird das Wort „Wettbewerb“ nicht so groß geschrieben, wie uns hier bestimmte Leute glaubhaft machen wollen, wenn wir den Brief von Frau KK lesen dürfen.


  6. Christian Schmidt
    23.02.12 um 13:45

    @ Peter Muellers,

    Das ist doch nur Wortklauberei. Die Zustimmung der Zweckverbaende ist ein formaler Verwaltungsakt bei dem diese feststellen muessen ob das vergabeverfahren den von ihnen gemachten Vorgaben ensprochen hat. Selbstverstaendlich ist keinerlei materieller Eingriff in die Entscheidung zulaessig.

    Im uebrigen bezieht sich der Brief ja auf eine Aussage von Kramp-Karrenbauer in der sie selbst impliziet die Ausschreibung als beendet ansieht – denn sie will sie ja aufheben.

    oder anders gesagt, ihr Beitrag greift Mofair an, aufgrund einer Formulierung die vielleicht formal fraglich aber sachlich absolut korrekt ist, ohne aber auf das eigentliche Problem einzugehen. Na toll.

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