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Großes Investitionsprogramm bei den Wiener Linien

16.02.12 (Europa) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Wiener Linien konnten ihr Fahrgastaufkommen 2011 erneut steigern und wieder einen Rekord erzielen. 875 Millionen Fahrgastfahrten wurden gezählt – deutlich mehr als die 838 Millionen im Jahr 2010. Der Anteil am Modal Split in der Donaumetropole liegt bei 37 Prozent, der des Autos bei nur 29 Prozent. Deshalb wird das Investitionsprogramm der letzten Jahre weiter fortgesetzt, um die Stellung des ÖPNV im Wettbewerb der Verkehrsträger nachhaltig zu stärken.

Die Stadt Wien und die Wiener Linien investieren allein 2012 insgesamt 475 Millionen Euro. Renate Brauner (SPÖ), Wiener Vizebürgermeisterin und zuständig für den Stadtwerkekonzern: „Der Öffi-Ausbau zahlt sich aus, der abermalige Fahrgastrekord gibt uns Recht. Daher werden wir auch 2012 voll investieren: in neue Strecken für U-Bahn und Straßenbahn, in neue, klimatisierte Fahrzeuge, in innovative Elektrobusse für die Innenstadt und in das Erscheinungsbild unserer Stationen.“ Dabei möchte man gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten antizyklisch investieren, weil man eine positive Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Wien und beim Arbeitsmarkt sieht.

Linien-Geschäftsführer Eduard Winter kündigt noch für 2012 zwei neue Straßenbahnstrecken an: „Gegen Ende des Jahres wird die Linie D zum Hauptbahnhof fahren. Außerdem wird in der Donaustadt die Linie 25 in Betrieb gehen und den 26er entlasten.“ Winter ist stolz auf die Leistung der Linien. „Wien ist eine der ganz wenigen Städte weltweit, in der mehr Wege mit U-Bahn, Straßenbahn oder Bus zurückgelegt werden, als auf jede andere Art.“

Allein 223 Millionen Euro werden für die Verlängerung der Linie U 2 in die Seestadt Aspern investiert. Für die U 1 Verlängerung in Favoriten haben Vorarbeiten begonnen. Die Verängerung der Linie U 2 wird 2013 in Betrieb gehen. Für fünfzig Millionen Euro werden neue U-Bahn-Triebzüge angeschafft, für 60 Millionen Euro gibt es neue Straßenbahnen. Dazu kommen 13 Millionen Euro für die Umgestaltung des U-Bahn-Knotens Karlsplatz.

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