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Bahn bietet bessere Kundeninformationen und erweitert Bezahlmöglichkeiten

20.02.12 (Allgemein) Autor:Stefan Hennigfeld

Die Deutsche Bahn erweitet von sofort an ihren Kundenservice und will Fahrgäste im Fall von Betriebsstörungen aktiv informieren. Bei Verspätungen von mehr als zehn Minuten werden Kunden automatisch per eMail angeschrieben und erhalten einen Link auf eine Leute mit der individuellen Verbindung samt Störungshinweisen. Sollte die Störung so groß sein, dass Alternativverbindungen gewählt werden können, so werden auch diese angezeigt.

Dieser Service ist in seiner Anfangsphase nur für angemeldete Kunden verfügbar, die ihren Fernverkehrsfahrschein im Internet erworben haben. Im Laufe des Jahres soll es eine Ausweitung auf weitere Kundengruppen geben. Ulrich Homburg, Personenverkehrsvorstand der Deutschen Bahn: „Unsere Kunden sagen uns immer wieder, wie wichtig eine frühzeitige Information im Störungsfall ist. Wir freuen uns, mit dem jetzt erfolgten ersten Schritt zu einer aktiven Kundeninformation diesem wichtigen Anliegen zu entsprechen.“

Parallel dazu werden auch die Zahlungsmöglichkeiten von Fahrscheinen erweitert. Im Internet kann man nun auch mittels des Bezahldienstes Paypal sein Ticket erwerben. Bislang war das nur mit einer Kreditkarte oder per Lastschrift möglich. Homburg: „damit gehen wir auf einen weiteren zentralen Kundenwunsch ein. Paypal ist ein führender Internetbezahldienst, und unsere Kunden haben nun neben dem Lastschriftverfahren und der Zahlung per Kreditkarte eine weitere komfortable Zahlungsalternative.“

Vorreiter ist die Deutsche Bahn damit nicht. Die Zahlung via Paypal ist bei Verbund- und NRW-Tarifen beispielsweise schon seit längerer Zeit ein Standardverfahren, ebenso wie verbundweite Handytickets. Der nächste Schritt, die Zahlung von DB- oder Verbundfahrkarten mit den dazugehörigen Smartphone-Apps wird jedoch noch eine Weile auf sich warten lassen, auch weil die Abrechnung über die Mobilfunkbetreiber sehr hohe Provisionszahlungen nach sich ziehen würden.

5 Responses

  1. Das so hoch gelobte Handyticket ist in Wirklichkeit gescheitert, weil vom Kunden zu wenig angenommen.

    Wird eigentlich GIROPAY von der Deutschen Bahn unterstützt?

  2. Anstatt die Durchsagen auf den Bahnsteigen zu verbessern, werden ja immer mehr Arbeitsplätze abgebaut, mehr Automaten aufgestellt und nur ein kleiner Teil der Fahrgäste damit angesprochen.

    Typisch DB.


  3. Peter Müller
    20.02.12 um 23:45

    @Milly: Im August letzten Jahres hatten rund 1/3 der Bevölkerung ein Smartphone, Tendenz stark steigend.

    Im Januar dieses Jahres wurden erstmals mehr Smartphones als normale Handys verkauft.

    Deine Aussage, dass damit nur ein kleiner Teil der Fahrgäste angesprochen wird dürfte damit wiederlegt sein.

  4. Ich fände sofortüberweisung eigentlich noch besser da hier fast jeder aus seinem online Banking herrausüberweisen kann

  5. Da bin ich aber dagegen! Wieso? Ich erinner mich, dass sofortueberweisungen.de einen nach der PIN fürs Onlinebanking fragt, obwohl einem jede Bank explizit mitteilt diese nicht an dritte weiter zugeben ist. Somit erinnert mich das Verhalten von sofortueberweisungen.de an Kriminelle welche Phishing betreiben.

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