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Via Verkehr investiert in 120 neue Verkaufsautomaten

20.01.12 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Via Verkehr, die neue gemeinsame Dachgesellschaft von Essener Verkehrs AG (EVAG), Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG) und Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG), beschafft für ihre drei Unternehmen 120 neue Fahrscheinverkaufsautomaten vom Typ Dualis 2000 IS Eco, die noch in diesem Jahr aufgestellt werden sollen. 100 kommen nach Essen, 20 weitere nach Duisburg.

Vier Geräte stehen zu Probezwecken bereits in Essen am Hauptbahnhof und am Berliner Platz sowie in Duisburg am Bahnhof Meiderich und an der Schleife Hüttenheim. Im Laufe des kommenden Jahres sollen auch in Mülheim an der Ruhr neue Automaten aufgestellt werden.Bereits 2011 wurden 115 Automaten vom Typ Dualis 2000 E beschafft, davon 70 für Essen und 45 für Mülheim.

Die neuen Geräte haben allerdings einige erweiterte Funktionen. So können sie beispielsweise auch Banknoten als Wechselgeld ausgeben. Das ist im VRR ein großer Schritt, noch heute gibt es Verkehrsunternehmen, deren Automaten nur Hartgeld annehmen. Die Düsseldorfer Rheinbahn musste vor einigen Jahren eine hochnotpeinliche Niederlage vor Gericht einstecken, als ein Fahrgast, der nur einen Fünf-Euro-Schein hatte, am Automaten kein Ticket ziehen konnte. Dieser war nicht bereit das erhöhte Beförderungsentgelt zu bezahlen. Die Rheinbahn zog vor Gericht und verlor in erster und zweiter Instanz.

Solchen Streitigkeiten beugen die neuen Automaten vor. Hier kann man in bar und mit Karte bezahlen, der Bildschirm ist so niedrig, dass auch Rollstuhlfahrer ihn problemlos nutzen können und mit Niederländisch und Spanisch sind zwei weitere Sprachen in der Bedienung hinzugehkommen.

5 Responses


  1. Robert Liebling
    21.01.12 um 12:15

    Das Verhalten der Rheinbahn zeigt den Größenwahn, der im ÖPNV noch immer vorherrscht. Deshalb ist es wichtig, dass solche Prozesse geführt werden. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass viele Verkehrsbetriebe sowas vermeiden.

    Ich habe dem VRR wegen des Eurobahnchaos vor zwei Jahren eine außerordentliche Kündigung ausgesprochen. Gern hätte ich einen Musterprozess gegen den VRR geführt, aber die wussten gleich, dass sie gegen mich vor Gericht keine Chance haben würden und haben meine Kündigung sofort anerkannt.

    Das hier geschildeterte Verhalten der Rheinbahn bestätigt mich aber einmal mehr, dass es richtig war, wieder aufs Auto umzusteigen. Eine Entscheidung, die ich nie bereut habe. Mir ein VRR-Ticket gekauft zu haben, habe ich in dieser Zeit jedoch häufig bereut.

  2. Niedrige Bildschirme/Geldzurückfächer sind abschreckend und führen dazu, dass ich mich verrenken muss… da wäre es zu wünschen, dass diese höher angebracht werden.

  3. Wir als unbehinderte koennen uns herunterbeugen. Ein Rollstuhlfahrer kann sich aber nicht hochbeugen. Da zwei Ausgabefaecher und zwei Bildschirme keine Option sind, ist die behindertengerechte Variante zu bevorzugen.


  4. Billigbahn
    21.01.12 um 15:10

    Geht der Quatsch wieder los, mit den Kleinwüchsigen Automaten? Wozu?
    Also eigentlich sollte jeder Rollstuhlfahrer im Behindertenausweis ein AG für „außergewöhnlich Gehbehindert“ drin stehen haben. Diese haben doch sowieso frei Fahrt im ÖPNV, oder nicht?

  5. Was soll der Blödsinn den du hier immer schreibst?
    Du kannst jedes Ticket, egal ob VRR oder VRS bis ich glaube 3 Tage vor Monatsende kündigen… Es sei denn du hattest deins noch nicht ein Jahr.

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